4. Januar 2013, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanzierungskonditionen günstig wie nie – doch Sicherheit zählt

Ende 2012 haben private Erwerber von Wohneigentum ein äußerst attraktives Finanzierungsumfeld vorgefunden. Im November hat die monatliche Standardrate den niedrigsten Wert seit Aufzeichnungsbeginn des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB) Anfang 2009 erreicht.

Gawarecki-127x150 in Finanzierungskonditionen günstig wie nie – doch Sicherheit zählt

” Stephan Gawarecki, Dr. Klein & Co. AG

Demnach hat für ein Darlehen von 150.000 Euro mit zehnjähriger Sollzinsbindung, zweiprozentiger Tilgung und einem Beleihungswert von 80 Prozent die Standardrate bei 575 Euro gelegen – 23 Euro weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum DTB von Dezember 2011 ist die monatliche Darlehensrate im November 2012 knapp 100 Euro geringer. “Diese Entwicklung ist auf das historisch niedrige Zinsniveau zurückzuführen”, kommentiert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG.

Im Zuge des allgemeinen Preisanstiegs von Wohnimmobilien in Deutschland, wie durch den Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) dokumentiert, ist auch die durchschnittliche Darlehenshöhe angestiegen. Lag sie im Vorjahreszeitraum bei 155.000 Euro und im Vormonat bei 157.000 Euro, so hat sie im November mit 159.000 Euro den zweithöchsten Wert im DTB erreicht. Nur im Juni 2012 war der aufgenommene Kredit mit 164.000 Euro noch höher.

“Trotz der vorteilhaften Finanzierungsbedingungen setzen Erwerber von Wohnimmobilien immer mehr auf Sicherheit. Dies spiegelt sich unter anderem in einer längeren Sollzinsbindung, die im Schnitt von zwölf Jahren auf zwölf Jahre und einen Monat ansteigt. Damit wird das Zinsänderungsrisiko am Ende der Zinsfestschreibung reduziert: Käufer sichern sich die niedrigen Zinsen langfristiger. Zudem achten sie auf eine schnelle Entschuldung. Der durchschnittliche Tilgungssatz erhöht sich auf 2,02 Prozent, den zweithöchsten Wert seit September 2009”, erläutert Gawarecki.

Das sicherheitsorientierte Handeln der Erwerber äußert sich laut dem Dr. Klein-Chef des Weiteren in der Reduzierung des Beleihungsauslaufs. Während der Fremdkapitalanteil im Vormonat noch angestiegen sei, ist dieser im November auf 78,05 Prozent zurückgegangen. Käufer hätten somit mehr Eigenkapital bei ihrer Finanzierung eingebracht – nämlich 21,95 Prozent des Kaufpreises. “Bemerkenswert ist, dass der Beleihungsauslauf trotz steigender Darlehenshöhe sinkt”, so Gawarecki.

Der Blick auf die im DTB erfassten Darlehensarten zeigt, dass der Anteil an Annuitätendarlehen mit festem Zinssatz von 66,96 Prozent deutlich auf 68,05 Prozent gestiegen ist. Käufer und Bauherren sichern sich das derzeitige Zinsniveau lieber langfristig fest, statt auf weiter sinkende Zinsen zu spekulieren. Dementsprechend ist der Anteil der KfW-Darlehen von 15,53 Prozent auf 15,22 Prozent zurückgegangen, da für diese Darlehen nur eine Zinsbindung von maximal zehn Jahren möglich ist. “Das risikoaverse Verhalten privater Erwerber führt außerdem auch zu einem Anstieg der Forwardfinanzierungen von 11,96 Prozent auf 12,01 Prozent. Die Bedeutung einer frühzeitigen Anschlussfinanzierung rückt damit ins Bewusstsein der Immobilienbesitzer”, schließt Gawarecki. (te)

Trendindikator-Baufinanzierung-November-2012 in Finanzierungskonditionen günstig wie nie – doch Sicherheit zählt

Foto/Grafik: Dr. Klein 

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Negativzinsen: Mehr als 300 Banken und Sparkassen erheben Strafzinsen auf Einlagen

Die Negativzins-Welle, die im Moment auf Sparer zurollt, hat in den vergangenen Wochen deutlich an Dynamik gewonnen. Allein im Oktober haben bislang mehr als 20 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt für private Einlagen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto eingeführt. Seit Jahresanfang sind rund 150 Geldhäuser diesem Schritt gefolgt.

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...