12. Februar 2013, 08:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hongkong ist weltweit teuerster Einzelhandelsmarkt

Nach Angaben des Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE ist Hongkong der weltweit teuerste globale Einzelhandelsmarkt. In Europa steht London an der Spitze der Kostenskala.

Einzelhandelsimmobilien CBRELaut CBRE hat sich Hongkong fest an der Spitze der zehn weltweit teuersten Einzelhandelsmärkte etabliert, wobei die Mieten für Spitzenlagen im vierten Quartal 2012 mit rund 35.393 Euro pro Quadratmeter jährlich stabil geblieben seien. Der Grund für die Spitzenposition der Stadt seien wohlhabende chinesische Touristen, die Expansion des Luxusgütereinzelhandels sowie fehlende Flächen in Top-Lagen, was die Mieten auf Rekordhöhe steigen lasse.

Insgesamt hat sich die Rangliste für den Prime-Einzelhandel laut CBRE im Verlauf des vierten Quartals 2012 wenig verändert. Die Spitzenmieten hätten sich aufgrund der Knappheit und Vorliebe für erstklassige Flächen an prominenten Standorten auf einem historisch hohen Niveau stabilisiert. Auf Platz zwei der Rangliste liegt New York mit einer Spitzenmiete von 24.251 Euro jährlich, danach folgen London mit 9.197 Euro und Paris mit 8.820 Euro.

Hochwertige Flächen bleiben knapp

“In der nahen Zukunft dürfte sich das Wachstum bei den Top-Mieten in Hongkong, Melbourne und Sydney stabilisieren und in Tokio, Paris, London und Peking sogar leicht erhöhen. Der wirtschaftliche Gegenwind, wie beispielsweise die Verbraucherentschuldung und das verhaltene Beschäftigungswachstum in den USA sowie die Staatsschulden und die politischen Unsicherheiten sowohl in den USA als auch in Teilen Europas, haben zu einer niedrigen Anzahl von Projektentwicklungen auf den meisten Märkten geführt. Diese Knappheit an Retailflächen hält die Mieten auf hohem Niveau oder treibt sie weiter in die Höhe”, kommentiert Karsten Burbach, Head of Retail bei CBRE in Deutschland.

Als einzige amerikanische Stadt der Top 10-Rangliste hat laut CBRE New York im vergangenen Jahr einen hohen Zuwachs gezeigt – angetrieben vom Tourismus und einer starken Nachfrage seitens der internationalen Einzelhändler. Im Gegensatz zu den beträchtlichen Engpässen bei erstklassigen Flächen in Märkten wie Hongkong, Paris, London und Sydney sei in einem höheren Tempo ein neues Flächenangebot in New York entlang der Fifth Avenue entstanden. Infolgedessen seien die Angebotsmieten auf der Fifth Avenue im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent auf ein Rekordniveau von 24.251 Euro pro Quadratmeter jährlich gestiegen.

Während die meisten globalen Spitzenmieten laut CBRE im Verlauf des vierten Quartals 2012 stabil geblieben sind, hätten sowohl London als auch Paris mit zehn und 27 Prozent Wachstum im Quartalsvergleich ein deutliches Mietwachstum erlebt. Insbesondere Paris sei im Vergleich zum dritten Quartal 2013 um vier Positionen auf Platz vier nach oben geklettert, weiteres Wachstum sei zu erwarten. CBRE betont jedoch, dass an allen europäischen Top-Einzelhandelsstandorten – vor allem Paris, Moskau und London – die Performance zwischen A- und B-Lagen auseinander klafft, da letztere nach wie vor sinkende Mieten und steigende Leerstände hinnehmen müssten.

Im gesamten asiatisch-pazifischen Raum war nach Angaben von CBRE das Angebot an erstklassigen Flächen knapp, was dazu beigetragen habe, dass das Mietniveau in Sydney, Melbourne, Peking und Tokio aufrechterhalten werden konnte. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

App auf Rezept: Warum Versicherte nun vorsichtig werden sollten

Jens Spahn beschließt gemeinsam mit dem Bundestag, dass Anwendungen für das Smartphone, also Apps, künftig auf Rezept verordnet werden dürfen. Ziel ist es, Wartezeiten für die Behandlung durch Fachärzte zu reduzieren. Insbesondere bei der Psychotherapie sollen diese Angebote eine Verschlechterung des Gesundheitszustands vermeiden. Allerdings erlaubt das Gesetz, die durch die Verordnung gesammelten Daten zu nutzen. Was dies für Versicherte bedeutet

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Handfeste Maßnahmen notwendig

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurde von Januar bis Mai 2019 in Deutschland der Bau von insgesamt 136 300 Wohnungen genehmigt. Dies seien 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sei sogar um 4,1 Prozent gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Weiter Risiken bei Deutscher Bank

Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als “gewissen Forschritt”, sie seinen jedoch nicht konsequent genug. “Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinkt die Gefahr, dass die Bank vom Steuerzahler gerettet werden muss”, schreibt der Vorstand der 
»Bürgerbewegung Finanzwende« für 
eine nachhaltige Finanzwirtschaft in einem Gastbeitrag für die Zeitung neues deutschland.

mehr ...

Berater

Digitalisierung: Verhaltener Blick in die Zukunft

Die Finanzindustrie begegnet der digitalen Transformation vielfach mit Skepsis. Dies ergibt eine aktuelle Panel-Befragung von über 800 Beschäftigten innerhalb des Finanzsektors, die von der Unternehmensberatung Horn & Company Financial Services und dem Banking-Club seit Mai 2019 regelmäßig erhoben wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...