Gewerbeimmobilienmarkt Deutschland: Anhaltend hohe Nachfrage

Die sechs von Colliers Internationa untersuchten Immobilienzentren Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart konnten ihren Anteil am gesamtdeutschen Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr ausbauen. „Insgesamt wurden 2012 rund 14,6 Milliarden Euro und damit gut 31 Prozent mehr in die Top 6 investiert als 2011. Dieser Trend zeichnete sich das gesamte Jahr über ab und wird auch 2013 anhalten“, prognostiziert Trumpp. Spitzenreiter war am Jahresende demnach Berlin mit einem Transaktionsvolumen von 4,1 Milliarden Euro, was einem Plus von 86 Prozent entspricht, vor München mit gut 3,7 Milliarden Euro (plus 29 Prozent) und Frankfurt am Main mit 2,9 Milliarden Euro (plus fünf Prozent). Hamburg war 2012 mit rund 1,9 Milliarden Euro die einzige Stadt der Top 6 mit einem rückläufigen Transaktionsvolumen, da hier laut Colliers International keine nennenswerte Zahl an großvolumigen Transaktionen stattfand.

Der Markt für Top-Immobilien zieht weiter an

Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich erstklassige Büroimmobilien in Bestlage Stuttgarts um 20 Basispunkte, wodurch sich nach Berechnungen von Colliers International eine Spitzenrendite von 5,2 Prozent ergibt. In Frankfurt und Düsseldorf sank sie um jeweils fünf Basispunkte auf 5,15 respektive ebenfalls 5,2 Prozent. In München (4,5 Prozent) und Hamburg (4,7 Prozent) als bundesweit teuerste Standorte veränderte sie sich aber ebenso wenig wie in Berlin (fünf Prozent).

Der Colliers-Ausblick: „Transaktionsvolumen durch Angebotsmangel limitiert „Das Transaktionsvolumen hätte bei einem entsprechend größerem Angebot an investmentfähigen Produkten 2012 sogar noch höher ausfallen können“, ist sich Trombello sicher. „Wir sehen den das Transaktionsvolumen limitierenden Faktor für das Jahr 2013 daher eher auf der Angebotsseite. Alles in allem gehen wir 2013 von einem Ergebnis von über 20 Milliarden Euro bei gleichbleibend hoher Nachfrage und stabilen bis leicht sinkenden Spitzenrenditen aus. Sollte der Markt der zunehmend nachgefragten Value-add-Produkte anspringen, wenn es wieder Finanzierungsmöglichkeiten in diesem Bereich gibt, kann es auch noch höher liegen“, ergänzt der Researcher. (te)

Foto: Rob Wilson/Shutterstock.com

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