Anzeige
21. Februar 2013, 10:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krisenbilanz: Immobilieninvestoren lassen Chancen liegen

Immobilieninvestoren konzentrieren sich in Krisenzeiten nach wie vor auf vermeintlich starke Länder, wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich und ignorieren Staaten mit langfristigen Chancen weitgehend. Zudem werden nicht alle Standorte den Erwartungen – positiv wie negativ – gerecht. Das zeigt eine aktuelle Patrizia-Studie.

Welt1-255x300 in Krisenbilanz: Immobilieninvestoren lassen Chancen liegen“Strukturelle und realwirtschaftliche Einflussfaktoren wie Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsstärke und ein funktionierender institutioneller Rahmen beachten Investoren bei ihren Entscheidungen immer noch zu selten”, sagt die Autorin der Studie, Karin Siebels, aus der Researchabteilung des Immobilienunternehmens. Dabei seien es gerade diese Parameter, die schon frühzeitig Hinweise auf die Entwicklung und Werthaltigkeit der jeweiligen Immobilienmärkte geben könnten. Zwar ließe sich erst im Nachhinein sagen, ob Investoren mit ihrer Markteinschätzung richtig lagen. “Es ist jedoch auffällig, dass Immobilienmarkttrends ausgehend von aktuellen Daten einfach fortgeschrieben werden. Gute Stimmung aufgrund positiver Erfahrung in der jüngsten Vergangenheit führt zu guten Prognosen und umgekehrt”, erläutert Siebels.

Die schon in den Vorjahren zu beobachtende Polarisierung in vermeintlich sichere und stabile Länder auf der einen und solche mit hohen Risiken auf der anderen Seite habe sich demnach 2012 weiter fortgesetzt. So sind die Transaktionsvolumina in Südeuropa seit 2008 um mehr als 80 Prozent eingebrochen, Großbritannien dagegen fand in den vergangenen drei Jahren wieder Anschluss an sein Niveau von vor 2006, und Skandinavien und Deutschland avancierten nach Großbritannien zu den am meisten nachgefragten Investmentregionen, die nur durch das fehlende Angebot ausgebremst wurden.

Positive Entwicklungen auf alternativen Märkten werden nicht honoriert

Allerdings, so zeigt die Studie, hält die Realität der Erwartungshaltung der Investoren nicht unbedingt stand: So wurden die deutschen, aber auch die skandinavischen Märkte, von den Investoren vielfach unterschätzt, und viele vormals schwache Länder befinden sich in einem Aufholprozess. So habe beispielsweise Irland durch eine konsequente Umorientierung der Wirtschaft seit den 1990er Jahren große Fortschritte erzielt und liegt mittlerweile in Sachen Innovationsleistung gleichauf mit Frankreich und Großbritannien. Beachtlich seienauch die Anstrengungen Polens, die den ersten Schritt weg vom kostengünstigen Produktionsstandort hin zu einer Wissensgesellschaft markieren. Solche Entwicklungen würden aber von den Investoren bisher kaum honoriert.

Der Studie zufolge sind alle deutschsprachigen Länder sowie Dänemark, Schweden und Norwegen, Luxemburg und die Niederlande die Regionen in Europa, die über das stärkste Fundament verfügen. Hier stimmen die Voraussetzungen für Immobilieninvestitionen. Frankreich und Großbritannien dagegen schneiden, obwohl sie zu den großen Investmentländern zählen, deutlich weniger gut ab. Auf dem Weg nach oben befinden sich demzufolge Polen, Irland, Estland und mit Abstrichen auch Tschechien. Problematisch bleiben gemäß der Untersuchung Italien, Spanien, Portugal und Ungarn, wobei Spanien im Gruppenvergleich Südeuropa der Studie zufolge die hoffnungsvollsten Ansätze zeigt. (te)

Foto: shutterstock.com

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...