Anzeige
7. Februar 2013, 15:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkonjunktur und Klima zeigen Aufwärtstrend

Zum Jahresauftakt 2013 weist der von Bulwien Gesa erhobene Deutsche-Hypo-Immobilienkonjunktur-Index erneut leicht nach oben. Das Immobilienklima hat sich im Januar 2013 im dritten Monat in Folge erholt und ist um 2,6 Prozent auf aktuell 121,5 Zählerpunkte angestiegen. Haupttreiber der Entwicklung ist ein deutlich positiveres Investmentklima.

Immobilienkonjunktur-Index-236x300 in Immobilienkonjunktur und Klima zeigen AufwärtstrendNach dem deutlichen Rückgang zum Jahresende 2011 hat die Immobilienkonjunktur seitdem eine kraftlose, aber anhaltend positive Entwicklung erfahren. Doch lassen sich aus dem nach wie vor hohem Niveau laut Deutscher Hypo keine eindeutig abgrenzbaren Marktzyklen ablesen.

Mit dem Anstieg des Konjunktur-Index werden seit drei Monaten in Folge leichte Entspannungssignale aus der deutschen Immobilienwirtschaft gesendet, was die Immobilienfinanzierer als eine Form von Trendwende interpretieren. Fundamentale Marktdaten aus Europa stützten diese These. Dies zeige sich sowohl bei zurückgehenden Target2-Salden als auch bei geringeren Risikoaufschlägen bei den europäischen Staatsanleihen, zum Beispiel denen Spaniens, an. Als ausgestanden sieht die Deutsche Hypo die Eurokrise dennoch eher nicht an. Nichtsdestotrotz deute sich zunächst eine Entspannung an, was sich aktuell positiv auf die Stimmung in der deutschen Immobilienwirtschaft niederschlage.

Der Befragung von Immobilienexperten zufolge, auf der dieser Index fußt, ist das Investmentklima um satte 4,9 Prozent auf 125,6 Punkte angestiegen, ein Wert, der zuletzt im April 2012 erreicht worden ist. Der Investmentmarkt ist demnach in guter Verfassung, die Anleger in Kauflaune. Das Ertragsklima hat dagegen nur marginal zugelegt. Im Januar erreichte es 117,4 Zähler, nachdem es Ende letzten Jahres noch bei 117,1 Zählern lag (+ 0,2 Prozent). Viel Entwicklungspotenzial sehen die Immobilienexperten demnach nicht mehr bei der Mietpreisentwicklung.

Das Büro-Segment war in den letzten Jahren noch das “Sorgenkind” der deutschen Immobilienwirtschaft. Diesem Segment wurde nicht mehr viel Potenzial zugetraut. Sichere Alternativen wurden vor allem im Wohnimmobilienmarkt ausgemacht. Aktuelle Studien deuten jedoch an, dass weitere deutliche Miet- und Preissteigerungen im deutschen Wohnungsmarkt nicht mehr gesehen werden. Dies deckt sich sowohl mit der skizzierten Entwicklung des Ertragsklimas als auch des Wohnklimas, das mit einem minimalen Rückgang von 1,1 Prozent auf aktuell 170,2 Zähler einer Seitwärtsbewegung einschlägt.

 

Immobilienklima-Januar-20131 in Immobilienkonjunktur und Klima zeigen Aufwärtstrend

Quelle: Bulwien Gesa/Deutsche Hypo

Das Büroklima hat mit einem Anstieg von 7,2 Prozent wieder zum Industrie- und Handelklima aufgeschlossen und damit die Verluste der vergangenen Monate kompensiert. Die befürchtete Scherenbewegung hat sich hier nicht fortgesetzt. Den Grund für diese Trendwende sieht die Deutsche Hypo in der soliden Entwicklung der deutschen Büromärkte. Nach dem Boomjahr 2011 haben sich die Flächenumsätze auf einem Normalmaß eingepegelt. Gleichzeitig reduzierten sich auf breiter Front die Leerstände, während die Projektentwicklungspipelines immer schlechter gefüllt sind. Vor dem Hintergrund steigender Bürobeschäftigtenzahlen antizipieren die Immobilienexperten hier eventuell ansteigenden Bedarf.

Immobilienklima-Januar-20132 in Immobilienkonjunktur und Klima zeigen Aufwärtstrend

Quelle: Bulwien Gesa/Deutsche Hypo

Andreas-Pohl in Immobilienkonjunktur und Klima zeigen Aufwärtstrend

Andreas Pohl, Deutsche Hypo

Andreas Pohl, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo, erwartet ein “solides Immobilienjahr”. Sah es zeitweise so aus, als ob die wesentlichen immobilienwirtschaftlichen Kennzahlen für das Jahr 2012 deutlich hinter denen des guten Immobilienjahres 2011 zurückbleiben würden, hat eine Jahresendrally noch für einige Überraschungen am Investitionsmarkt geführt. Hier wurden zum Jahresende noch großvolumige Transaktionen abgeschlossen, die mehrfach deutlich jenseits der 100 Millionen Euro gelegen haben. Insgesamt stieg das gehandelte Volumen im gewerblichen Investmentmarkt um mehr als acht Prozent auf knapp 26 Milliarden Euro.

“Rückblickend betrachtet, hat sich der erfolgreiche Jahresabschluss bereits frühzeitig im Kurvenverlauf des Immobilienklimas abgezeichnet. Spätestens mit Beginn des vierten Quartals hat sich ein Wendepunkt herauskristallisiert, nachdem die Stimmungsrückgänge im Jahresverlauf 2012 immer geringfügiger ausgefallen sind. ‘Die Immobilienbranche läuft wieder der realen Wirtschaftsentwicklung vorweg’. Etwa so könnte man den aktuellen Kurvenverlauf interpretieren. Nachdem dieses lange Jahre gültige Paradigma aufgrund der außergewöhnlichen Marktumstände ins Wanken geraten ist, zeigt sich eine zaghafte Normalisierung. Bevor sich die fundamentale Zinslandschaft nicht ändert, werden altbekannte Zyklen jedoch weiterhin fehlen”, kommentiert Pohl. (te)

Fotos: shutterstock.com/Deutsche Hypo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Niedrigzins und neue Produktideen

Die Altersvorsorge befindet sich im Umbruch, diverse neue Produkte drängen auf den Markt. Auch die Gothaer hat ihr Portfolio überarbeitet und ist mit einem neuen Angebot gestartet. Am Anfang der Produktentwicklung stand eine umfangreiche Marktanalyse.

Gastbeitrag von Michael Kurtenbach, Gothaer Leben

mehr ...

Immobilien

Vonovia vereinbart Kooperation mit französischer Groupe SNI

Der Immobilienkonzern Vonovia und sein französisches Pendant, die Groupe SNI, haben vereinbart, zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen wollen gemeinsam nach Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten suchen.

mehr ...

Investmentfonds

George Soros überträgt Großteil seines Vermögens an eigene Stiftung

Der Finanzinvestor George Soros hat einen Großteil seines Vermögens seine Stiftung Open Society übertragen, die damit zur zweitgrößten Stiftung in den USA wurde. Nur die Bill & Melinda Gates Foundation verfügt noch über mehr Kapital.

mehr ...

Berater

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Capital Stage baut institutionelles Erneuerbare-Energien-Portfolio aus

Die innerhalb der Capital Stage Gruppe auf das Asset-Management-Geschäft für institutionelle Anleger spezialisierte Chorus Clean Energy AG hat für einen von ihr gemanagten Luxemburger Spezialfonds weitere Solar- und Windparks in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 20 MW erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...