Steigende Bedeutung von Investoren aus Nordamerika und dem Nahen Osten

Hauptmotor auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt sind nach Angaben von CBRE Investoren aus Nordamerika und dem Nahen Osten. Mehr als ein Viertel aller Transaktionen im ersten Halbjahr 2013 gehen auf nichteuropäische Käufer zurück.

Im europäischen Gewerbeimmobilienmarkt wächst die Zahl grenzüberschreitender Transaktionen.

Das Transaktionsvolumen für europäische Gewerbeimmobilien stieg im zweiten Quartal 2013 um sechs Prozent im Vergleich zum ersten Quartal und lag bei insgesamt 32,6 Milliarden Euro, 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies ist der höchste Wert eines zweiten Quartals seit dem Beginn der Finanzkrise 2007.

Kernmärkte Deutschland und Großbritannien

Der Schwerpunkt der gesamten Investitionen in den ersten sechs Monaten 2013 lag dabei weiterhin auf den Kernmärkten in Großbritannien und Deutschland, die zusammen gut 55 Prozent des Investmentvolumens auf sich vereinigten. Weitere neun Prozent entfielen auf Frankreich. Neben London und Paris sind erstmals auch alle fünf deutschen Top-Standorte in der Liste der zehn aktivsten Investmentzentren vertreten. Dies zeigt das große Interesse nationaler wie internationaler Investoren am deutschen Immobilienmarkt.

Mehr grenzüberschreitende Investitionen

Das Volumen der grenzüberschreitenden Investitionen in Europa stieg weiter an – sowohl in absoluten Zahlen als auch in Bezug auf den Marktanteil. In der ersten Jahreshälfte 2013 gingen 44 Prozent aller Transaktionen (gemessen am Wert) auf nichteuropäische Käufer zurück. In der zweiten Hälfte 2012 waren es 40 Prozent.

Auf die immer wichtiger werdenden außereuropäischen Investoren entfielen laut CBRE im ersten Halbjahr des Jahres nun 26 Prozent aller Transaktionen – im zweiten Halbjahr 2012 waren es erst 19 Prozent.

Der Marktanteil der Investoren aus Nordamerika nahm stetig zu lag im ersten Halbjahr 2013 bei 13 Prozent des Gesamtmarkts und bei einem Anteil von 24 Prozent aller grenzüberschreitenden Transaktionen.

Käufer aus dem Nahen Osten bevorzugen London

Investoren aus dem Nahen Osten haben ihre Transaktionstätigkeit ebenfalls gesteigert (H1 2013: neun Prozent des Gesamtmarkts und 21 Prozent der grenzüberschreitenden Transaktionen). Generell handelt es sich dabei um institutionelles Kapital, wobei knapp die Hälfte auf Staatsfonds zurückgeht. Käufer aus dem Nahen Osten bevorzugen in Europa London (fast 50 Prozent des Gesamtvolumens) und bei den Asset-Klassen Büroimmobilien, obwohl sich bei den Transaktionen auch große Einzelhandelsimmobilien befanden. (mh)

Foto: Shutterstock

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