Wohntrends 2.0: Umbruch in der Vermittlung

Dementsprechend steigt auch das Interesse an sogenannten Mixed-Use-Konzepten: Dies bedeutet, in einem Gebäude finden sich neben exklusivem Wohnraum auch Freizeitangebote, wie Kino, Theater oder Bars und häufig auch Shoppingmöglichkeiten.

Vor kurzem hat die Stadt Hamburg die Genehmigung für ein Mixed-Use-Konzept in der Hamburger Hafen City erteilt, bei dem mehrere Hamburger Unternehmen aus oben genannten Bereichen die Trägerschaft übernommen haben.

Mit diesen Entwicklungen einher geht die vermehrte Nachfrage nach Single-Wohnungen, die auf Einpersonenhaushalte zugeschnitten sind. Wie bereits vorweg genommen, zieht es ungebundene junge Menschen in die Zentren der Großstädte, wo sie Job- und Freizeitangebote gebündelt vorfinden, genauso wie die Best-Ager Generation, die von der Infrastruktur profitiert. Hier empfiehlt es sich ebenfalls, Immobilien zu entwickeln, die sich den künftigen Bedürfnissen anpassen, da ein Ende des Trends nicht abzusehen ist.

Modulare Architektur ist ein weiterer Lösungsansatz. Diese erlaubt es, Wohnraumeinheiten flexibel dem Umfeld angepasst umzusetzen. Wohnungen können verbunden und wieder getrennt, Wände eingezogen oder entfernt werden. Die modulare Architektur bietet somit auch eine Chance für das Generationenwohnen.

Umbruch bei Objektvermittlung

Auch die Immobilienvermittlung hat einen Umbruch erfahren. Immobilien-Portale im Internet sorgen für eine neue Transparenz im sonst so unübersichtlichen Markt. Deutliche Veränderungen für die Maklerzunft sind durch User-Bewertungen zu spüren. Leistungsdruck und Qualitätsanspruch steigen aufgrund der Vergleichbarkeit.

Die Notwendigkeit einen Nachweismakler zu beauftragen, wird zunehmend obsolet, denn bei der reinen Kontaktvermittlung spielen Online-Netzwerke eine immer größere Rolle.

Daher gilt es für professionelle Makler, vermehrt auf Online-Werbung zu setzen, um die Interessenten dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten. Dennoch dürfen weiterreichende Serviceleistungen nicht außer Acht gelassen werden.

Servicequalität verbessern

Die Immobilienbranche muss sich konstruktiv mit der neuen Situation auseinandersetzten und alle Weichen stellen, um die Servicequalität zu verbessern und das Vertrauen der Verbraucher langfristig zu sichern. Im bestehenden System werden nur so genannte Servicemakler überleben, die Leistungen anbieten, die über die Angebote des Internets deutlich hinausgehen.

Dabei stehen profunde Fach- und Marktkenntnisse und eine kompetente Beratung im Vordergrund. Vor allem die Fähigkeit, zwischen den Interessen der Parteien zu vermitteln, ist gefragt.

Seite 3: Internet ersetzt Beratungsgespräch

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