Anzeige
10. Januar 2014, 15:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büromarkt: Durchschnittlicher Umsatz in 2013

Der Flächenumsatz in den deutschen Metropolen ist nach Angaben von CBRE im Jahr 2013 um 8,3 Prozent zurückgegangen, liegt aber ungefähr im langfristigen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Für 2014 sei ein leichter Anstieg zu erwarten.

Büromarkt CBRE

Deutsche Unternehmen zeigten sich in 2013 bei der Nachfrage nach Büroflächen vielfach zurückhaltend.

Im Jahresverlauf 2013 wurden in den fünf großen Büromärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München insgesamt rund 2,3 Millionen Quadratmeter Bürofläche vermietet. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Immobilienberatungsunternehmens CBRE. Damit wurde das langfristige Mittel der letzten zehn Jahre fast erreicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies jedoch ein Rückgang um 8,3 Prozent.

Ein Umsatzplus hätten die Büromärkte in Düsseldorf (pus 11,7 Prozent) und Hamburg (plus 1,3 Prozent) verzeichnet. “Das positive Ergebnis in Düsseldorf wurde im Wesentlichen durch einige großvolumige Vermietungen gestützt, während der Vermietungsumsatz in Hamburg auf einer Vielzahl von mittelgroßen Transaktionen basiert”, kommentiert Carsten Ape, Head of Agency bei CBRE in Deutschland den Vermietungsmarkt in den Top-Märkten. “Das rückläufige Ergebnis in Frankfurt ist unter anderem dem hohen Volumen an Mietvertragsverlängerungen statt Neuanmietungen geschuldet, während in Berlin und den anderen Vermietungszentren großvolumige Abschlüsse ausblieben”, erläutert Ape.

“Der Anmietungsdynamik hat im vergangenen Jahr etwas der Schwung gefehlt, vor allem im großflächigen Segment ziehen sich die Anmietungsentscheidungen weiterhin etwas in die Länge. Dies ist auf die allgemeine gesamtwirtschaftliche Situation im Euroraum und weniger auf die konjunkturelle Entwicklung hierzulande zurückzuführen”, kommentiert Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. “Aber auch der Mangel an geeigneten modernen Flächen erschwert die Standortwahl der Büronutzer”, erklärt Linsin weiter.

Leerstandsraten auf Vorjahresniveau

Die Leerstandsraten in den Top 5-Märkten blieben laut CBRE in etwa auf Vorjahresniveau. Im Durchschnitt ständen 9,8 Prozent der Büroflächen leer. In Düsseldorf ging der Leerstand zurück, in München und Frankfurt gab es keine Veränderung der Leerstandsrate, während in Hamburg und Berlin im Vergleich zum Jahr 2012 eine leichte Zunahme des Anteils leerstehender Flächen zu verzeichnen gewesen sei.

Die Spitzenmieten zogen den Angaben zufolge in Düsseldorf (plus 5,8 Prozent auf 27,50 Euro pro Quadratmeter pro Monat), München (plus 3,2 Prozent auf 32,50 Euro) und Berlin (plus 2,3 Prozent auf 22,50 Euro) im Jahresverlauf an, während sie in Frankfurt und Hamburg stabil bei 38,00 und 24,00 Euro pro Quadratmeter blieben. Dagegen sank die gewichtete Durchschnittsmiete in den Märkten Berlin und Düsseldorf (jeweils minus 2,5 Prozent) sowie Frankfurt (minus 4,4 Prozent) im Vorjahresvergleich leicht. Am Hamburger Markt wurde eine leichte Steigerung um 0,4 Prozent registriert, während in München die gewichtete Durchschnittsmiete aufgrund einiger hochpreisigen Abschlüsse deutlich um 5,3 Prozent zulegte.

Für 2014 erwartet CBRE einen leicht höheren Flächenumsatz. “Die Aussichten für konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft sind recht vielversprechend, wie die Stimmungsindikatoren und die weiterhin robuste Situation am Arbeitsmarkt zeigen. Jedoch wird uns die abwartende Haltung der Unternehmen im Hinblick auf Standortverlagerungen oder gar Expansionsbestrebungen aufgrund einer sich nur sehr langsam erholenden gesamteuropäischen Konjunktur noch ein paar Monate begleiten. Insofern rechnen wir für 2014 mit einem nur leicht höheren Flächenumsatz in den Top 5 in der Größenordnung zwischen 2,4 und 2,5 Millionen Quadratmetern”, prognostiziert Linsin. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...