Rekordergebnis für Logistikimmobilien

Auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt herrscht gute Stimmung. Das Transaktionsvolumen stieg laut Colliers International Deutschland im ersten Quartal 2014 um knapp 90 Prozent. Der größte Teil entfällt auf Bestandsimmobilien.

Logistikimmobilien sind momentan bei Investoren sehr gefragt.

Der Logistikimmobilienmarkt startete laut dem Immobilienberatungsunternehmen Colliers International Deutschland (Colliers) mit einem Transaktionsvolumen von über 1,3 Milliarden Euro ins Jahr 2014. Dies stellt nach Angaben von Colliers das höchste bislang verzeichnete Quartalsergebnis dar, das noch nicht einmal in den Boomjahren 2006 und 2007 erreicht wurde. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Transaktionsvolumen um 89 Prozent.

„Logistik- und Industrieimmobilien erreichten im ersten Quartal einen Marktanteil von über 13 Prozent am gesamten gewerblichen Investmentmarkt Deutschland“, erklärt Peter Kunz, Head of Industrial & Logistics bei Colliers International Deutschland. „Vor allem internationale Investoren, deren Interesse an deutschen Logistik- und Industrieimmobilien im Jahresverlauf 2013 immer mehr zunahm, setzten ihre Investitionsvorhaben in die Tat um und kauften für fast eine Milliarde Euro ein. Damit entfielen fast drei Viertel des Transaktionsvolumens auf Anleger mit Sitz im Ausland.“

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden Transaktionen mit einem Volumen von etwa 731 Millionen Euro im Rahmen von Portfolioankäufen durchgeführt, so Colliers. Hervorzuheben seien als größter Abschluss die Übernahme von zehn Logistikimmobilien für rund 300 Millionen Euro durch ein Joint Venture von Segro und zwei Fonds von Tristan Capital Partners.

Pensionsfonds sehr aktiv

Die umsatzstärkste Käufergruppe waren laut Colliers Pensionsfonds mit rund 494 Millionen Euro, gefolgt von offenen Immobilienfonds und Immobilien-Spezialfonds mit etwa 220 Millionen Euro sowie Vermögensverwaltern mit gut 209 Millionen Euro.

Neubauimmobilien sind rar

85 Prozent des Transaktionsvolumens entfielen auf Bestandsimmobilien (1,1 Milliarden Euro), wobei hochwertige Objekte, die den aktuellen Anforderungen von Mietern genügen, nach Angaben von Colliers besonders im Fokus standen.

„Die geringen Fertigstellungsvolumina von Logistikimmobilien in den letzten Jahren resultieren in sinkenden Anteilen von Neubauimmobilien am Transaktionsvolumen und limitieren dieses gleichzeitig“, weiß Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland. (st)

Foto: Shutterstock

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