Wohnungspreise explodieren in München

Wohnungskäufer mussten in München laut dem Finanzdienstleister Dr. Klein zum Jahresende 2013 tief in die Tasche greifen. Die Wohnungspreise steigen in der bayerischen Hauptstadt deutlich stärker als in Frankfurt am Main und Stuttgart. Das Ranking der Hauspreise führt hingegen die Mainmetropole an. Das zeigt der aktuelle Trendindikator für Immobilienpreise.

Laut dem Finanzdienstleister Dr. Klein kletterten die Preise für Eigentumswohnungen in München in 2013 in die Höhe. Häuser sind hingegen im Frankfurt am Main am teuersten.

Nach Angaben des Finanzdienstleisters Dr. Klein erreichen die Preise auf dem Wohnungsmarkt in der Metropolregion München zum Jahresende 2013 neue Spitzenwerte. Eigentumswohnungen kosten in der bayerischen Landeshauptstadt 13,17 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Preise steigen damit innerhalb eines Jahres wesentlich stärker als in Frankfurt am Main (8,20 Prozent) und Stuttgart (3,55 Prozent).

Im vierten Quartal 2013 beträgt der Spitzenpreis für Wohnungen in München 9.855 Euro pro Quadratmeter, so Dr. Klein. In der Metropolregion Frankfurt am Main liege der maximale Quadratmeterpreis bei 8.554 Euro, in Stuttgart bei 4.734 Euro.

Häuser sind in Frankfurt am Main am teuersten

Im Gegensatz zum Wohnungsmarkt führt laut dem Finanzdienstleister auf dem Hausmarkt die hessische Mainmetropole das Ranking der Spitzenpreise an. Die Quadratmeterpreise für Häuser liegen dort in der Spitze bei 9.765 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 5,93 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Aber auch in München verteuern sich Wohnhäuser in der Metropolregion stark, so Dr. Klein. Die Quadratmeterpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser steigen dort Ende 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 8,04 Prozent und rangieren bei durchschnittlich 9.410 Euro. In Stuttgart beträgt der Quadratmeterpreis von Wohnhäusern rund 5.449 Euro (plus 7,81 Prozent).

Werterhalt von Immobilien wichtiger als Rendite

„Die Erwerber von Wohnimmobilien in München bringen viel Eigenkapital ein und bevorzugen lange Zinsbindungen, die das niedrige Zinsniveau für die Zukunft sichern“, erklärt Ulrich Gold, Leiter der Dr. Klein-Niederlassung in München. „Für viele Anleger spielen Renditeaspekte eine untergeordnete Rolle. Der Werterhalt steht für sie im Vordergrund.“ (st)

Foto: Shutterstock

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