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12. Juni 2015, 07:31
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Anstieg der Bauzinsen: Temporäre Schwankungen oder Trendwende?

Anfang Mai stiegen die Bauzinsen plötzlich an. Dirk Günther, Geschäftsführer der Interhyp-Tochter Prohyp, kommentiert die Entwicklung der letzten Wochen und plädiert für Ruhe und Gelassenheit trotz eines volatilen Zinsumfelds.

Die Günther-Kolumne

Finanzierungsberatung-guenther in Anstieg der Bauzinsen: Temporäre Schwankungen oder Trendwende?

“Trotz des jüngsten Zinsanstiegs sind die Finanzierungsbedingungen im historischen Vergleich noch immer sehr günstig.”

Nachdem die Baugeldzinsen lange Zeit nur eine einzige Richtung – nämlich nach unten – zu kennen schienen, zogen sie Anfang Mai plötzlich merklich an und stiegen seither um bis zu 0,7 Prozentpunkte. Was hat dies zu bedeuten? Handelt es sich bei den jüngsten Zinsanstiegen um kurzfristige Schwankungen, wie es seit Beginn des kontinuierlichen Zinsverfalls 2009 bereits einige gab, oder markieren die steigenden Zinsen vielmehr den Beginn einer grundlegenden Trendwende? Und: Was sollten freie Finanzierungsvermittler ihren Kunden unter diesen Vorzeichen aktuell raten?

Mögliche Ursachen für den Zinsanstieg

Während sich die Zinsentwicklung bei den Hypothekendarlehen sehr stark an den Pfandbriefrenditen orientiert, geht deren Entwicklung wiederum eng einher mit der lang laufender Anleihen wie zum Beispiel zehnjähriger Bundesanleihen. Da hier – sicher auch ein gutes Stück weit durch Spekulation getrieben – seit Mitte April deutliche Kurssprünge zu verzeichnen waren, gingen in der Folge auch die Baugeldkonditionen klar nach oben.

Szenarien für die zukünftige Bauzinsentwicklung

Bei ihrer geldpolitischen Sitzung am 3. Juni 2015 hat die EZB den Kurs ihrer freigiebigen Geldpolitik noch einmal bekräftigt: Der historisch niedrige Leitzins wird bei 0,05 Prozent belassen, das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen wie geplant fortgesetzt. Bleibt also alles beim Alten? – Nicht ganz, denn Mario Draghi signalisierte auch, dass er nicht gegen die zunehmende Volatilität am Anleihemarkt intervenieren werde und dass man sich zukünftig an Phasen mit stärkeren Renditeschwankungen gewöhnen müsse.

Seite zwei: Ruhe bewahren – Der richtige Umgang mit der aktuellen Zinssituation

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