5. August 2015, 09:11
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Baufinanzierung: Vorsicht vor Fehleinschätzungen

Wer eine eigene Immobilie erwerben will, sollte die Finanzierung genau durchkalkulieren. Das Portal Baufi24 weist auf häufige Fehleinschätzungen hin, die folgenschwer sein können.

Baufinanzierung Baufi24

Immobilienkäufer sollten die richtige Kombination aus Zins und Tilgung für ihre finanziellen Möglichkeiten wählen.

Kunden schätzen bei der Baufinanzierung häufig immer wieder dieselben Punkte falsch ein, warnt das Baufinanzierungsportal Baufi24.

„Planungs- und kalkulatorische Fehler können für Bauherren sehr teuer werden“, weiß Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer bei Baufi24. Die häufigsten Fehleinschätzungen würden bei den folgenden Themen auftreten:

Richtige Kombination aus Zins und Tilgung

Eine geringe Tilgung verlängert die Rückzahlungsdauer und eine lange Zinsbindung schafft Planungssicherheit. „In Niedrigzinszeiten sollten Bauherren eine möglichst hohe Tilgung sowie lange Zinsbindung anstreben. Dann rückt die schuldenfreie Zeit meist deutlich näher“, rät Scharfenorth.

In Zeiten hoher Bauzinsen wäre es dagegen günstiger eine kurze Zinsbindung zu vereinbaren. Dann könnten Bauherren zur Anschlussfinanzierung von einem gesunkenen Zinssatz profitieren.

Beratung und Vergleich

Umso mehr Finanzierungsmöglichkeiten Bauherren vergleichen, desto unabhängiger kann die Entscheidung ausfallen. Idealerweise arbeiten Berater dabei provisionsfrei und sind nicht an bestimmte Banken gebunden.

„Nur wer mit denselben Daten exakt vergleicht, kann auch das passendste Angebot identifizieren“, erklärt Scharfenorth. Der Vergleich kann sowohl über unabhängige Finanzierungsberater als auch über Webportale erfolgen.

Vergessene Kosten

Eine realistische Kalkulation ist die unabdingbare Voraussetzung, damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt. Neben der Bausumme kommen noch Gebühren, Steuern, Einrichtungskosten, Doppelbelastung durch Miete/Zinsen oder weitere Leistungen wie etwa für den Gartenbau hinzu. Diese vergessen Bauherren häufig oder kalkulieren sie zu niedrig. Auch fortlaufende Instandhaltungskosten werden oft nicht berücksichtigt.

Reserve
 vorhalten

„Für unvorhersehbare Ereignisse sollte immer eine ausreichend große finanzielle Reserve eingeplant werden“, empfiehlt Scharfenorth. Ob erste Reparaturen oder längere Mietzahlungen durch Bauverzögerungen, ohne Rücklage könne die Kalkulation schnell durcheinander geraten.

Muskelhypothek


Bei geplanten Eigenleistungen kommt es häufig zur Überschätzung. Zeitaufwand, mangelnde Fachkenntnis oder eine gesundheitliche Einschränkung können die Planung torpedieren. Eine Nachfinanzierung kann dann sehr teuer werden. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

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