Anzeige
30. September 2015, 09:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Der Boom hat seinen Preis

Gewerbeimmobilien verzeichnen in Deutschland seit einiger Zeit einen Höhenflug, aber der Gipfel scheint erreicht. Entscheidend sind Konzepte für die Zukunft, die dem gesellschaftlichen Wandel und der Urbanisierung begegnen.

Gastbeitrag von Dr. Thomas Beyerle, Catella Property Valuation

Stuttgart-21-Beyerle in Der Boom hat seinen Preis

“Die Zinsen werden immer stärker zum Dreh- und Angelpunkt zur Prognose der kommenden Jahre. Infolge einer Änderung der Zinslandschaft wird das Fremdkapital knapper. Die Preise werden sinken und die Renditen werden steigen.”

Nur die wenigsten geben zu, wenn sie unter Akrophobie, also Höhenangst, leiden. Gerade seit den fantastischen Vermietungs-, Investment- und Genehmigungszahlen für Gewerbeimmobilien – hier sowohl Büro, als auch Handel und Logistik-immobilien – zum Ende des letzten Jahres wird die Frage nach dem “War’s das jetzt?” immer öfter gestellt. Noch ein weiterer Höhepunkt 2015 und die Sache wird zunehmend suspekter. Schließlich befinden wir uns in der unendlichen Fortsetzung einer Grexit-, Brexit-, Euro-, Ukrainekrise.

Blütephase des Aktienmarktes

Dem gegenüber steht eine Aktienhausse, die seit Herbst 2014 ihresgleichen sucht, mit 4,2 Prozent Arbeitslosenquote haben wir quasi Vollbeschäftigung und die Innenstädte von Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und natürlich Berlin, sind eine einzige Baustelle – Um- und Neubauten zur Entwicklung der Neuen Mitte, Dynamik pur. Ökonomisch formuliert: Es ist Boomzeit – und das nicht nur in der Immobilienbranche. Der Gipfel scheint vorläufig erreicht. Die Frage nach dem “Wie lange noch?” ist deshalb mehr als berechtigt.

Wer erinnert sich nicht an die Schlagzeile vor zehn Jahren im britischen “Economist – Germany – the sick man of Europe”. Wohlgemerkt ohne Fragenzeichen, dafür mit zehn Gründen, warum es so kam und nicht besser werden wird.

Boom in Irland, London, Spanien und Portugal

Gerade den angelsächsischen Leser mag es damals schon verwundert haben, dass Irland und die City of London, auch Spanien und Portugal von einem Wirtschaftsboom heimgesucht wurden, der seit 1945 seinesgleichen suchte, während die kontinentale Wirtschaftsmacht mit den geringsten Streiktagen und ihrem konservativen Spar- und Investitionsverhalten plötzlich ein negatives Wirtschaftswachstum zeigte. Saturiert, wenig risikofreundlich und keine innovativen Wirtschaftszweige mehr, so die Argumente.

Lang ist es her – rund zehn Jahre später, etliche Arbeitsmarktreformen inklusive Hartz IV und Gehaltsnullrunden bei den allermeisten später, zeigt sich ein gänzlich anderes Bild. “Das deutsche Wunder”, “die können es”, der “Merkelfaktor” und natürlich eine gewonne Weltmeisterschaft – alles Aussagen, welche letztlich die “German Angst” auf eine neue Formel gebracht haben: “Produktivitätsteigerung, Spezialistentum und Mittelstand” – und das mit einer zunehmend globaleren Orientierung. Export als Möglichkeit, das “Made in Germany” zu neuem Glanz zu führen.

Seite zwei: Die Immobilienbranche profitiert

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Policen im Fondsmantel: Experten streiten um Transparenz und Renditechancen

Die Versicherer setzen immer stärker auf Angebote, die in einem Fondsmantel daherkommen oder eine Index-Partizipation vorsehen. Marktexperten monieren allerdings, dass Indexpolicen nicht hinreichend transparent seien.

mehr ...

Immobilien

EZB-Chef sorgt mit Aussagen für Überraschung am Markt

Die EZB hält vorerst an expansiver Geldpolitik fest, gibt jedoch vorsichtige Hinweise hinsichtlich Kurswechsel. Zuvor hatte EZB-Chef Mario Draghi für Unruhe am Markt gesorgt.

mehr ...

Investmentfonds

Multi-Asset-Auswahl: Sieben goldene Regeln

Seit der Finanzkrise ist die Nachfrage nach Multi-Asset-Produkten rasant gestiegen. Angesichts hunderter Strategien stellt der Auswahlprozess für Anleger und Vermögensverwalter ein Problem dar. Zwar verfolgt jeder Anleger unterschiedliche Ziele – doch es gibt gemeinsame Nenner. 

mehr ...

Berater

Führung im digitalen Vertrieb: Die fünf wichtigsten To-dos

Die Digitalisierung bietet große Chancen für den Versicherungsvertrieb und die Weiterentwicklung von Kundenbeziehungen. Führung und Vertrieb müssen eng zusammenarbeiten, um das Beste aus Online- und Offline-Welt miteinander zu verbinden. Das sind Ihre fünf wichtigsten To-dos.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beluga-Prozess nähert sich dem Ende

Im Strafprozess um den Niedergang der Bremer Schwergutreederei Beluga hat das Landgericht Bremen nach über 50 Verhandlungstagen erstmals seine Vorstellungen zum möglichen Strafrahmen für die vier Angeklagten vorgelegt.

mehr ...

Recht

Vererben: Die häufigsten Fehler im Testament

Durch ein Testament kann der Erblasser von der gesetzlichen Erbfolge abweichen sowie Streitigkeiten unter den Erben vermeiden. Werden beim Verfassen und Aufbewahren von Testamenten jedoch scheinbar kleine Fehler gemacht, können diese oft weitreichende Folgen haben.

mehr ...