Südewo-Verkauf: Mieterbund warnt vor Drehen an der Preisschraube

Der Immobilienkonzern Deutsche Annington plant die Übernahme der Gruppe Süddeutsche Wohnen (Südewo). Der Deutsche Mieterbund kritisiert die Transaktion und warnt vor Mieterhöhungen.

Der Deutsche Mieterbund befürchtet, dass es als Folge des Verkaufs der Südewo zu Mieterhöhungen kommt.

Der geplante Kauf der Südewo mit 19.800 Wohnungen durch die Deutsche Annington ist vom Deutschen Mieterbund scharf kritisiert worden. Annington will das Unternehmen für 1,9 Milliarden Euro von der Patrizia Immobilien AG übernehmen.

Patrizia macht Kasse

„Es wird offensichtlich nach drei Jahren Kasse gemacht“, sagte Landeschef Rolf Gaßmann am Montag in Stuttgart. Bei der Übernahme der Wohnungen durch Patrizia von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hätten die Beteiligten Anfang 2012 von einem langfristigen Investment gesprochen. Damals sei offensichtlich gelogen worden, so Gaßmann.

Als eine der EU-Auflagen musste die LBBW im Zuge ihres Umbaus vor über drei Jahren 21.000 Wohnungen verkaufen. Damals wurde gleichfalls eine Sozialcharta zum Schutz der Mieter vereinbart.

Deutsche Annington übernimmt Sozialcharta

Die Deutsche Annington übernehme uneingeschränkt alle Verpflichtungen daraus, teilte das Unternehmen in Bochum mit.

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Gaßmann befürchtet, dass es dennoch zu Mieterhöhungen kommt. „Wir haben in der Vergangenheit festgestellt, dass die Südewo dort deutlich an der Mietpreisschraube gedreht hat, wo sie konnte.“ Die Südewo-Wohnungen befinden sich unter anderem in Stuttgart, Ulm und Mannheim.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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