Deutsche Annington plant weitere Milliardenübernahme

Der Immobilienkonzern Deutsche Annington plant eine weitere Übernahme. Für 1,9 Milliarden Euro werde die Gruppe Süddeutsche Wohnen (Südewo) gekauft, teilte das Unternehmen mit.

Vorstandsvorsitzender der Deutschen Annington Rolf Buch vor der Frankfurter Börse.

Das Immobilienunternehmen Deutsche Annington baut seine Position als Marktführer mit einer weiteren Milliardenübernahme aus. Für 1,9 Milliarden Euro werde die Gruppe Süddeutsche Wohnen (Südewo) mit 19.800 Wohnungen überwiegend in Baden-Württemberg gekauft, teilte das MDax-Unternehmenam am späten Sonntagabend in Bochum mit. Finanziert wird der Zukauf mit der Ausgabe neuer Anteile.

Mit der Übernahme der Gruppe Südewo soll die Zahl der Wohnungen des Konzerns auf rund 370.000 steigen. Die Deutsche Annington hatte erst Anfang des Jahres die rund 4,3 Milliarden teure Übernahme des Konkurrenten Gagfah abgeschlossen. „Im stark fragmentierten deutschen Markt für Mietwohnungen nutzen wir eine weitere Gelegenheit, unsere bundesweite Aufstellung strategisch zu erweitern“, sagte Unternehmenschef Rolf Buch.

Zahl der Aktien soll um 30 Prozent steigen

Finanziert wird der erneute Milliardenzukauf durch die Ausgabe neuer Aktien. Damit sollen 2,25 Milliarden Euro eingenommen werden. Die Zahl der Anteile soll um 30 Prozent auf 466 Millionen steigen. Altaktionäre haben ein bevorzugtes Zugriffsrecht für die neuen Papiere, deren Bezugspreis bei 20,90 Euro liegt. Am Freitag hatte die Aktie des als Dax-Kandidatgeltenden Unternehmens mit einem leichten Abschlag bei 27,765 Euro geschlossen.

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Deutsche Immobilien sind seit einiger Zeit wegen der niedrigen Zinsen, der boomenden Wirtschaft bei aus- und inländischen Investoren sehr beliebt. Dies führte in den vergangenen Jahren zu steigenden Preisen, Mieten und niedrigeren Leerständen. Steigende Kurse von Aktien der Branche waren die Folge. Zudem kommt es immer wieder zu Fusionen oder großen Transaktionen, bei denen tausende Wohnungen ihren Eigentümer wechseln.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Deutsche Annington

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