Anzeige
Anzeige
11. November 2015, 08:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Wohnen wehrt sich weiter gegen Vonovia-Offerte

Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn kämpft weiter verbissen um die Eigenständigkeit seines Unternehmens. Bei der Bekanntgabe der Zahlen zu den ersten neun Monaten bekräftigte er seine Ablehnung einer geplanten Übernahme durch den Konkurrenten Vonovia für insgesamt 14 Milliarden Euro.

Michael-Zahn-Deutsche-Wohnen1 in Deutsche Wohnen wehrt sich weiter gegen Vonovia-Offerte

Deutsche Wohnen-Chef Michael Zahn leht das Vonovia-Angebot ab.

Das Angebot entspreche nicht dem Wert von Deutsche Wohnen und die in Aussicht gestellten Sparziele seien nicht realistisch, schrieb Zahn in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an die Aktionäre.

Deutliche Worte

Zudem machte er erneut auf die steuerlichen Nachteile der von Vonovia in Aussicht gestellten Offerte aus Aktien und Barmitteln aufmerksam. Die Deutsche Wohnen AG sei unter dem Dach von Vonovia (früher Deutsche Annington) weniger wert als als eigenständiges Unternehmen. Zudem überwiegen seiner Einschätzung nach auch für die Vonovia-Anteilseigner die Nachteile. Rückenwind bekommt Zahn von guten Quartalszahlen und der Aussicht auf weiteres Wachstum aus eigener Kraft.

Das Unternehmen musste allerdings auch den Abschied des Finanzvorstands Andreas Segal bekanntgeben. Dieser nimmt nach nicht einmal zwei Jahren im Vorstand seinen Hut. Seine Aufgaben übernehmen künftig Vorstandschef Zahn und Investmentvorstand Lars Wittan. Segal selbst sagte, dass sein Abschied nichts mit dem Vonovia-Gebot zu tun hat. Er suche nach neuen beruflichen Herausforderungen.

Nach Einschätzung der Societe-Generale-Experten steht der Rücktritt im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme des Konkurrenten LEG. Die Deutsche Wohnen AG hat turbulente Wochen hinter sich. Der Konzern wollte eigentlich LEG kaufen, musste aber das Vorhaben wegen des Vonovia-Störfeuers abblasen. Da vielen Investoren eine Übernahme durch Vonovia attraktiver erschien, fehlte die Unterstützung für die Kapitalerhöhung, um die LEG-Übernahme zu finanzieren.

Vonovia-Aktionäre stimmen über Zusammenschluss ab

Vonovia hatte Mitte Oktober ein Gebot für Deutsche Wohnen in Aussicht gestellt. Der im Dax notierte Konzern bietet für elf Anteile an der Deutsche Wohnen 83,14 Euro in bar sowie sieben eigene Aktien. Das entsprach zum Zeitpunkt des Gebots einer Bewertung von 25,86 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktien. Eine formelle Offerte hängt noch von der Zustimmung der Vonovia-Anteilseigner für die dafür notwendige Ausgabe neuer Aktien ab. Die dazu notwendige Hauptversammlung findet am 30. November statt.

Vonovia-Chef Rolf Buch hatte vergangene Woche frühere Aussagen bekräftigt, dass das angekündigte Angebot ausreichend und das letzte Wort sei. Jetzt hätten erst einmal die Vonovia-Aktionäre das Sagen. Er sieht sein Unternehmen nach der geglückten Integration von Gagfah gut aufgestellt, jetzt auch die Deutsche Wohnen AG zu schlucken und einen Mehrwert für die Anteilseigner zu schaffen.

Seite zwei: Börsenkurs leicht im Aufwärtstrend

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

CDU-Vize Laschet lehnt Bürgerversicherung ab

CDU-Bundesvize Armin Laschet hat einer Bürgerversicherung eine Absage erteilt. Auch das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) meldete sich zur Wort und bezeichnete die Diskussion um unterschiedliche Wartezeiten für privat und gesetzlich Versicherte als “Phantomdebatte”. 

mehr ...

Immobilien

Bundesverfassungsgericht soll Mietpreisbremse prüfen

Das Berliner Landgericht will die Mietpreisbremse vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen. Die 67. Zivilkammer des Gerichts hatte bereits im September erklärt, das Gesetz für nicht verfassungsgemäß zu halten. Nun legt die Kammer diese Frage in einem anderen Mietstreit den Karlsruher Richtern vor.

mehr ...

Investmentfonds

Axel Springer gründet Medien-Start-ups-Fonds mit Martin Varsavsky

Der Axel Springer Verlag gründet einen Fonds, der sich an Start-ups aus der Medienbranche beteiligen will. Unterstützung bekommt Springer dabei von Martin Varsavsky, der seit 2014 im Aufsichtsrat des Verlages sitzt.

mehr ...

Berater

VÖB: Kompromiss bei Kapitalregeln zum Nachteil deutscher Banken

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) glaubt, dass die Einigung auf schärfere Kapitalregeln (“Basel III”) sich nachteilig für deutsche Institute auswirken wird. Viele Banken hätten schon jetzt Schwierigkeiten, ertragreich zu wirtschaften.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin warnt vor weiterem Pseudo-Finanzdienstleister

Die Finanzaufsicht BaFin weist erneut auf ein Unternehmen hin, das über keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) verfügt. In diesem Fall hatte der Finanzdienstleister dreist das Gegenteil behauptet.

mehr ...

Recht

Wie Patchwork-Familien am besten für den Notfall vorsorgen

Patchwork-Familien sind heute gang und gäbe. Da deutsche Gesetze jedoch häufig noch auf dem traditionellen Familienbild basieren, ist es für diesen Familien-Typus umso wichtiger, eigenständig Vorkehrungen für Ernstfälle zu treffen.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...