Anzeige
11. November 2015, 13:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Politik fördert Spaltung auf dem Wohnungsmarkt

Mit Mietpreisbremse und Neubauförderung unterstützt die Politik eine Spaltung auf dem deutschen Wohnungsmarkt – zu diesem Fazit kommt der GdW Bundesverband in einer aktuellen Studie. Die Regelung benachteilige weniger wachstumsstarke Regionen.

Wohnhaeuser-750-shutt 130241888 in Studie: Politik fördert Spaltung auf dem Wohnungsmarkt

Wenn der Mietanstieg in den Metropolregionen gedeckelt wird, ergeben sich für weniger wachstumsstarke Regionen Nachteile im Wettbewerb um Mieter, warnt der GdW Bundesverband.

Der Fokus von Mietpreisbremse und Neubauförderung liege viel zu stark auf den beliebten Großstädten, ergab die Untersuchung im Auftrag des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW).

Andere Regionen würden in Zukunft noch stärker schrumpfen, weil sie sich nicht mehr mit günstigen Wohnungen von den Großstädten abheben könnten.

Die Mietpreisbremse nehme den “ausblutenden Regionen” ihr wichtigstes Argument: die niedrigeren Lebenshaltungskosten. Die Politik in Bund und Ländern müsse jedoch auch in diesen Gegenden lebendige Zentren erhalten. Um junge Menschen dort zu binden, seien Fördermittel nötig.

160.000 Wohnungen für Flüchtlinge

Für die in diesem Jahr ankommenden Flüchtlinge braucht Deutschland nach Berechnungen der Wohnungswirtschaft bis zu 160 000 zusätzliche Wohnungen. Es sei damit zu rechnen, dass bis zu 400 000 Menschen auf Dauer in Deutschland blieben, sagte Verbandspräsident Axel Gedaschko am Dienstag in Berlin.

Damit steige das Wohnungsdefizit im Land auf mindestens 800 000 Wohnungen. “Es ist kein Hexenwerk, diese Unterbringung sicherzustellen”, sagte Gedaschko – allerdings müssten die Wohnungsunternehmen dazu vom Bund unterstützt werden. “Wir brauchen eine Neubau-Offensive.”

Die Wohnungswirtschaft fordert Zuschüsse statt Zinsverbilligungen für den Neubau und die Instandsetzung von Gebäuden. In Gebieten mit Mietpreisbremse müssten die Steuer-Abschreibungssätze steigen. Bei gefördertem Wohnraum solle auf die Grunderwerbssteuer verzichtet werden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Online-BU – der nächste Schwall heißer Luft aus dem Internet?

In letzter Zeit häufen sich die Ankündigungen neuer Start-ups im Versicherungsgeschäft. Das betrifft nicht nur technische Lösungen sondern vor allem vertriebliche Ansätze. Ich habe mir das neue Tool von Getsurance angesehen. Mit wenigen Klicks zur Berufsunfähigkeits-versicherung (BU) – das hört sich zunächst gut an.

mehr ...

Immobilien

Logistikflächenmarkt in Deutschland bleibt stabil

Der Markt für Logistikflächen bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Trotz Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr, wurde der Zehnjahresdurchschnitt im ersten Halbjahr deutlich übertroffen.

mehr ...

Investmentfonds

Pictet AM baut Segment der Total-Return-Strategien aus

Der Vermögensverwalter Pictet Asset Management hat Doc Horn mit Wirkung zum 1. Juli 2017 zum Leiter des Bereichs Total Return Equities ernannt. Von London aus wird er an Philippe de Weck, Chief Investment Officer für Aktien, berichten.

mehr ...

Berater

Fintechs: Banken gründen lieber selbst

Jede vierte Bank in Deutschland hat bereits selbst ein Fintech gegründet. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Sopra Steria Consulting hervor. Ein Großteil der Institute setzt zudem auf Kooperationen mit den Start-ups. Übernahmen seien indes weniger verbreitet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance investiert in Wohnungen in Spanien

Die Deutsche Finance Group aus München will zusammen mit internationalen Partnern für über 100 Millionen Euro ein Portfolio aus Wohnimmobilien in Barcelona und Madrid aufbauen.

mehr ...

Recht

Achtung, Erbe! Welche Steuerfallen beim Nachlass lauern

Welche Steuerfallen lauern beim Vererben und mithilfe welcher Strategien kann man seine Steuerlast optimieren? Dies erklärt Rechtsanwalt Carl-Christian Thier von der deutsch-amerikanischen Kanzlei Urban Thier & Federer P.A. in seinem Gastbeitrag.

mehr ...