Gewerbeimmobilien: Investoren setzen vermehrt auf Nischenprodukte

Anleger setzen heutzutage nicht mehr nur auf klassische Gewerbeobjekte wie Neubau-Büros und Logistikhallen, sondern auch auf Nischenprodukte. Grund könnte laut eines Marktberichts des Immobiliennetzwerkes Dave der Mangel an Core-Immobilien sein.

Bürohaus in Deutschland: Objekte in sehr guten Lagen sind derzeit knapp.

Nach Angaben des Deutschen-Anlage-Immobilien-Verbunds (Dave), einem Zusammenschluss der Immobilienunternehmen Delta Domizil, Der Immo Tip, Limbach, Robert C. Spies, Rohrer, Schürrer Fleischer, Schütt, Quester und Schnorrenberger, suchen Investoren im Bereich Gewerbeimmobilien derzeit vermehrt nach Nischenimmobilien und hybriden Anlagen.

Mangel an Core-Immobilien

„Nicht nur aufgrund des Mangels an Core-Produkten ist bei Investoren ein neues Nachfrageverhalten entstanden. Während man noch vor einigen Jahren in nur eine oder zwei klassische Asset-Klassen investiert hat, sind heute auch Nischenthemen, das heißt hybride Produkte und Lagen neben den A-Standorten, gefragt“, sagt Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Immobilienberatungsunternehmens Robert C. Spies.

Die Ausdifferenzierung der Produkte sei zudem eine Folge der Trends, die wir in der Arbeitswelt beobachten.

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Alte Büros sind nicht flächeneffizient

„Um nur ein Beispiel zu nennen: Büroimmobilien aus den 50-er bis 70-er Jahren funktionieren heute häufig nicht mehr in Verbindung mit moderner Kommunikation, Flächeneffizienz sowie technischem und architektonischem Erscheinungsbild. Diese Objekte bedürfen eines regelmäßig hohen Refurbishments oder bieten durch Top-Standorte eine hervorragende Ausgangsbasis für hybride Nutzungsstrukturen und Umnutzungen“, erklärt Lütjen. Nach Angaben des Immobiliennetzwerks Dave werden aktuell bereits in einigen Projekten alte Industriedenkmäler mit modernen Bauten kombiniert. (st)

Foto: Shutterstock.com

 

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