10. Juli 2015, 10:59
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“Pflegeobjekte haben ein sehr gutes Rendite-Sicherheits-Profil”

Sven Tokarski ist Geschäftsführer der Pflegeobjekt Service GmbH, einem Dienstleister für Vermittler von Pflegeimmobilien aus Wuppertal. Im Interview spricht er über Pflegeimmobilien als Anlageobjekt und die Leistungen seines Unternehmens.

Eine Besonderheit dieser Anlageform ist die attraktive und inflationsgesicherte Rendite

Sven Tokarski: “Wir bieten Vermittlern eine Alternative zu Bank-, Fonds- und Versicherungsprodukten.”

Cash.-Online: Wovon hängt der wirtschaftliche Erfolg einer Pflegeimmobilie ab?

Tokarski: Eine Besonderheit dieser Anlageform ist die attraktive und inflationsgesicherte Rendite, in Verbindung mit einer anfänglichen Mietvertragslaufzeit von mindestens 20 Jahren. 20 Jahre sind eine lange Zeit und daher sollte bei einem solchen Investment der Betreiber mit seiner Erfahrung, Bonität und Reputation im Fokus des Anlegers stehen.

Selbst bei einer Insolvenz des Betreibers werden Objekte bei der zukünftigen Angebots- und Nachfragesituation voraussichtlich zügig durch einen neuen Betreiber übernommen. Bei Ausfall des Betreibers fließen weiterhin die Pflegetagessätze der Bewohner, sodass ein neuer Betreiber Interesse an solchen neuwertigen und gut ausgelasteten Objekten hat.

Wer diese Kriterien beachtet, hat mit zwanzigjährigen Mietverträgen und indexierten Mieten eine attraktive und beständige Rendite. Schauen Sie sich im Vergleich hierzu die zehnjährige Bundesanleihe an: Vor 20 Jahren konnten Sie noch Zinsen von über sieben Prozent jährlich erwirtschaften, heute ist es weniger als ein Prozent.

Was sind Stolpersteine bei Pflegeinvestments?

Der Anleger muss sich über die Langfristigkeit des Investments im Klaren sein. Pflegeobjekte haben heute ein vergleichsweise hervorragendes Rendite-Sicherheits-Profil, richten sich aber an langfristig ausgerichtete Investoren. Wer sein Geld für fünf Jahre anlegen möchte ist hier nicht gut aufgehoben.

Der Wiederverkauf der Pflegeapartments ist jedoch nicht so schwierig, wie sich manch einer vorstellt. Häufig können Einheiten schon innerhalb der Eigentümergemeinschaft veräußert werden. Weiterhin erhalten Betreiber und Verwalter Anfragen von Interessenten, die erst später vom Verkauf dieser Immobilie im WEG-Modell gehört haben. Ansonsten ist der Verkauf von einzelnen Einheiten für spezialisierte Unternehmen keine schwierige Aufgabe.

Seite zwei: “Pflegeimmobilien sind momentan als Kapitalanlage alternativlos”

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