Anzeige
Anzeige
7. August 2015, 10:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflegeimmobilien: Steigender Bedarf

Eine Mehrheit der Bundesbürger rechnet für die kommenden Jahre mit deutlichen Engpässen bei Pflegeeimmobilien, so eine aktuelle Studie der Residenz-Gruppe Bremen. Auch Anleger können in das Marktsegment investieren.

Pflegimmobilien

Schätzungen zufolge werden bis zum Jahr 2040 zusätzlich 200.000 Betten in Pflegeheimen benötigt.

90 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass der Bedarf an Pflegeeinrichtungen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Residenz-Gruppe Bremen unter 1.000 Bundesbürgern.

Grund dafür ist vor allem der demografische Wandel. Bis 2040 würden in Deutschland Untersuchungen zufolge mindestens 200.000 Betten in Seniorenheimen fehlen.

2.800 neue Einrichtungen bis 2040 nötig

Eine höhere Lebenserwartung und rückläufige Geburten führen zu einer insgesamt älteren Bevölkerung in Deutschland. Daher gingen neun von zehn Deutschen von einem steigenden Bedarf an Senioreneinrichtungen aus.

„Selbst bei einer defensiven Berechnung werden bis zum Jahr 2040 weitere 2.800 Gebäude mit mindestens 200.000 neuen Betten benötigt“, sagt Frank Löwentraut, Vorsitzender des Beirats des Instituts für Gesundheits- und Sozialimmobilien der Universität Trier und Geschäftsführer der Aaetas Consult GmbH. Die Kosten dafür schätzt der Experte auf 27,7 Milliarden Euro.

Lücke zwischen Bedarf und Angebot

Dass die Regierung dies schultern kann und für einen rechtzeitigen Ausbau sorgt, bezweifelten in der Umfrage 79 Prozent der Befragten. Sie gehen davon aus, dass bereits 2030 eine große Lücke zwischen Bedarf und Angebot besteht.

Die Mehrheit sprach sich für Investitionen privater Unternehmen aus. „Private Investoren sind für den rechtzeitigen Ausbau unverzichtbar, sonst droht schon bald ein massives Versorgungsproblem für die Familien in Deutschland“, so Löwentraut.

Investment für private Anleger

Auch private Anleger können in Pflegeimmobilien investieren. Durch das Wohnungseigentumsgesetz ist es möglich, eine Pflegeeinrichtung in mehrere Wohneinheiten aufzuteilen.

“So können Privatanleger ein Appartement oder Zimmer in einer Pflegeeinrichtung erwerben, um deren Vermietung und Instandhaltung sie sich nicht kümmern müssen”, sagt Rolf Specht, geschäftsführender Gesellschafter der Residenz-Gruppe Bremen. Weil das Pflegeappartement im Grundbuch eingetragen wird, lasse es sich auch problemlos vererben oder verkaufen.

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

EU-Kommission: Keine Fusion von Banken- und Versicherungsaufsicht

Die EU-Kommission will die Aufsicht über die Finanzmärkte enger verzahnen, lehnt aber die von Deutschland vorgeschlagene Verschmelzung der europäischen Versicherungs- mit der Bankenaufsicht ab.

mehr ...

Immobilien

Immobilienwirtschaft hofft auf Aus für Mietpreisbremse

Nach der kritischen Bewertung des Berliner Landgerichts zur Mietpreisbremse machen sich die Verbände der Immobilienwirtschaft Hoffnungen, dass die Regelung wieder abgeschafft wird. Die SPD hält dagegen an der Preisbremse fest.

mehr ...

Investmentfonds

OECD: Konjunktur im Eurogebiet läuft besser als erwartet

Die Wirtschaft im Eurogebiet mit 19 Ländern läuft nach Einschätzung der OECD besser als erwartet. Das Wachstum dürfte im laufenden Jahr 2,1 Prozent erreichen, das seien 0,3 Punkte mehr als noch im Juni angenommen.

mehr ...

Berater

BaFin stoppt Anlagevermittler aus Schweden

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der A und O Ltd. mit Sitz in Stockholm/Kista, Schweden, aufgegeben, die ohne Erlaubnis erbrachte Anlagevermittlung unverzüglich einzustellen.

mehr ...
20.09.2017

N26: Kua wird CTO

Sachwertanlagen

“Neue Geschäfte im Bereich maritimer Assets”

Die Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) aus Hamburg setzt ihren Kurs der strategischen Neuausrichtung und Strukturierung fort und meldet positive Ergebnisse für das erste Halbjahr 2017. Die Schifffahrt spielt weiterhin eine wesentliche Rolle.

mehr ...

Recht

Erbschaftsteuer: Geerbter Pflichtteilsanspruch muss versteuert werden

Ein vom Erblasser nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch ist Teil des Nachlasses und muss daher vom Erben versteuert werden. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Pflichtteilsanspruchs durch den Erben geltend gemacht wurde. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

mehr ...