Anzeige
27. März 2015, 09:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EZB-Geldschwemme ist Gegenpol zur geplanten US-Zinswende

Während sich in den USA eine Zinswende anbahnt, setzt die Europäische Zentralbank weiterhin auf eine Ausweitung der Geldmenge, so der aktuelle Zinskommentar der PSD Bank. Mit Folgen für die Hypothekenzinsen.

Zinskommentar PSD Bank

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank trägt dazu bei, die Zinsen für Immobilienkredite in Deutschland niedrig zu halten.

Die jüngste Sitzung und die Äußerungen der US-Notenbank Fed zeige den Trend einer sich behutsam anbahnenden Zinswende zumindest in Übersee an, erläutert Professor Dr. Klaus Fleischer vom Fachgebiet Bankwirtschaft der Hochschule München im Zinskommentar der PSD Bank.

„Allein Tempo und Ausmaß der Schritte kommender Zinserhöhungen scheint mit Blick auf die zweite Jahreshälfte noch offen“, so Fleischer.

Anleihekaufprogramm erweitert Geldmenge

Dem setze die Europäische Zentralbank (EZB) mit Start ihres gigantischen Anleihekaufprogramms eine weitere Geldschwemme in Europa entgegen. Geplant ist bis mindestens September 2016 der Ankauf von Anleihen aus dem Bestand europäischer Banken im Werte von circa 60 Milliarden Euro pro Monat.

„Erklärtes Ziel des umstrittenen Kaufprogramms ist die Versorgung der Banken mit hoher Liquidität, damit der Konsum und die Investitionen vor allem in den schwächelnden Südländern der EU kräftig angekurbelt werden. Für die Kapitalmärkte bedeutet dies weiter leicht sinkende Zinsen“, erläutert Fleischer.

Banken setzen verstärkt auf Baufinanzierung

Dem Sicherheitsdenken folgend suchten die Banken verstärkt Kunden, die langfristige Realsicherheiten in Form von Grundschulden bieten. Entsprechend hart sei der Wettbewerb mit der Tendenz einer Zunahme von Sonderangeboten und fallenden Zinsen. „Baugeld nach wie vor äußerst günstig zu erhalten“, sagt Fleischer.

Die Konditionen für Baudarlehen hätten sich wiederum geringfügig verbilligt. Während die Durchschnittssätze bei fünfjähriger Zinsbindung nahezu unverändert bei 1,09 Prozent lägen, verzeichneten die längerfristigen Darlehen deutlichere Abschläge.

Zinsniveau erneut leicht gesunken

Darlehen mit zehnjähriger Bindung ermäßigten sich von 1,41 auf durchschnittlich 1,36 Prozent per annum, während der Zins für eine 15-jährige Festschreibung sich mit einem Rückgang von 1,86 auf 1,70 Prozent am stärksten verbilligt habe.

„Das derzeitige Zinstief fordert Häuslebauer nicht zu raschem Handeln auf. Vielmehr sind die im Markt bestehenden Angebote sorgfältig auf Sonderangebote zu prüfen“, bilanziert Fleischer.

So gebe es derzeit Nachlässe auf die gesenkten Bauzinsen etwa bei hohen Tilgungssätzen oder bei der Nutzung von Einfamilienhäusern. In der Gesamt-Finanzplanung gelte es zudem, ein Augenmerk auf Fördermittel zu legen. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Assekuranz 4.0: Wie der Sprung in die Zukunft gelingt

In zehn bis fünfzehn Jahren wird die Branche kaum wiederzuerkennen sein. Welche Änderungen und Herausforderungen auf die einzelnen Geschäftsbereiche jetzt zukommen.

Gastbeitrag von Dr. Holger Rommel, Adcubum AG und Vincent Wolff-Marting, Versicherungsforen Leipzig

mehr ...

Immobilien

Bauboom schließt Lücken auf dem Wohnungsmarkt nicht

Auf dem Bau in Deutschland herrscht Hochkonjunktur – trotzdem mangelt es an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsräumen. Die aktuelle Entwicklung reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken, konstatieren die Immobilienverbände und mahnen weitere Maßnahmen an.

mehr ...

Investmentfonds

Türkei-Krise: Nach 2008 haben sich Anleger viel Hornhaut zugelegt

Die Währung ist der Aktienkurs eines Landes. Angesichts des aktuellen dramatischen Verfalls der türkischen Lira haben wir es also mit einem “Mega-Aktiencrash” zu tun. Dabei war das Land früher ein wahrer Outperformer, ein Aktienstar. In seiner Amtszeit als Ministerpräsident ab 2002 hat ein gewisser Herr Erdogan eine marode türkische Volkswirtschaft mit harten Wirtschaftsreformen in eine blühende Landschaft verwandelt. Doch dann wiederholten sich die typischen Fehler von Schwellenländern. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt-Börse forciert ihre Erstmarkt-Aktivität

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG hat ihre Website Erstmarkt.de einem Relaunch unterzogen und unternimmt einen Neustart mit zunächst fünf Fonds. Zielsetzung ist der Online-Vertrieb neuer Publikums-AIFs.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...