Baukonjunktur erholt sich

Seit Juni hat das Arbeitsvolumen in der Bauwirtschaft zum ersten Mal wieder zugelegt. Auch die Frühindikatoren deuten auf eine Erholung hin. Das geht aus einer Auswertung Beitragsmeldungen der Unternehmen der Bauwirtschaft hervor, die an Soka-Bau übermittelt wurden.

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Nach schwachen Vormonaten erholt sich die Bauwirtschaft nach Angaben von Soka-Bau.

Die Auswertung der an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen der Unternehmen der Bauwirtschaft hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Oktober saisonbereinigt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen ist. Im Vormonat sei das Arbeitsvolumen noch um 0,2 Prozent gesunken.

Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank im Gegensatz zum Arbeitsvolumen nach Angaben von Soka-Bau leicht, um 0,3 Prozent, die Bruttolohnsumme ging um 1,1 Prozent zurück.

Anstieg der Frühindikatoren

Damit habe das Arbeitsvolumen zum ersten Mal seit Juni wieder zugelegt. Auch die Frühindikatoren seien wieder gestiegen. Die volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe seien im September im Plus gewesen (plus 1,6 Prozent). Auch die Baugenehmigungen im Hochbau seien im September wieder gestiegen (plus 9,6 Prozent zum Vormonat).

Ob mit dem Anstieg der Indikatoren auch eine starke Konjunktur zum Jahresende verbunden ist, müsse sich allerdings noch zeigen. Im Trend seien die Frühindikatoren seit dem Jahresbeginn rückläufig.

Gute Voraussetzungen für Baukonjunktur

Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der guten Baukonjunktur sind laut Soka-Bau gegeben. So sind die Zinsen für Hypothekenkredite nach Angaben der Deutschen Bundesbank im Oktober weiter gesunken, was den Wohnungsbau stütze.

Die Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe ist laut Umfrage des ifo Instituts erneut gestiegen und befindet sich auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2008. Aus diesem Grund dürften bald Erweiterungsinvestitionen getätigt werden und sich damit die Aussichten für den Wirtschaftsbau verbessern.

Umsatzanstieg erwartet

Derweil habe das Bundeskabinett eine Zuweisung an den Kommunalinvestitionsförderungsfonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro beschlossen. Die Kommunen sollen die Mittel in den kommenden vier Jahren auch zur Sanierung von Schulen nutzen können.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwarten nach Angaben von Soka-Bau für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um gut fünf Prozent.(kl)

Foto: Shutterstock

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