Anzeige
17. Juni 2016, 13:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Brexit: Immobilieninvestoren erwarten weitgehend stabile Märkte

Am 23 . Juni stimmen die Briten über einen Verbleib in der Europäischen Union ab. Immobilieninvestoren gehen mehrheitlich davon aus, dass auch bei einem eventuellen Austritt Großbritanniens die Märkte relativ stabil bleiben – so eine aktuelle Umfrage.

Brexit-shutt 383789209 in Brexit: Immobilieninvestoren erwarten weitgehend stabile Märkte

Die große Mehrheit der Immobilieninvestoren erwartet einen Verbleib Großbritanniens in der EU.

Generell zeigt sich die Branche optimistisch: In einer Umfrage von Jones Lang LaSalle (JLL) zum EU-Referendum unter internationalen Spitzenunternehmen und unter in Großbritannien ansässigen Investoren vertraten 80 Prozent der Befragten die Auffassung, dass das Vereinigte Königreich für einen Verbleib in der EU abstimmen wird.

Die Umfrage zeigte auch, welche Haltung Unternehmen und Investoren bei künftigen Immobilien-Entscheidungen im Falle eines Brexit einnehmen würden.

60 Prozent der befragten Investoren vertraten die Meinung, dass sich an ihrer Immobilien-Strategie im Falle einer Entscheidung für den Austritt kurz- oder langfristig nichts ändern würde. Nur 30 Prozent gehen von verminderten Immobilien-Allokationen in Großbritannien aus.

Kurzfristige Abschwächung des Marktgeschehens

Von den befragten Unternehmen sah annähernd die Hälfte voraus, dass sie ihren Flächenbedarf in Großbritannien sowohl kurz- als auch langfristig überprüfen müssten.

Ein Drittel glaubte, dass ein Brexit die Vermietungs-Aktivitäten kurzfristig abschwächen und langfristig zu einem niedrigeren Personalstand führen könnte. Nur jeder Fünfte denkt, dass ein Austritt aus der EU kurzfristig keine Auswirkungen auf die Strategie haben wird, langfristig sind nur noch 13 Prozent dieser Auffassung.

Der Londoner Büroflächenmarkt wird dabei als am ehesten betroffen angesehen – aufgrund der Bedeutung des Finanzdienstleistungsmarktes, der von einem Brexit unmittelbar gefährdet werden könnte. Das offensichtlichste Problem sei der mögliche Verlust der „Passporting“-Rechte, aus London Dienstleistungen überall in der EU anbieten zu dürfen.

London bleibt Magnet für Investoren

JLL prognostiziert, dass es – sofern Großbritannien die EU verlässt – kurzfristig zu einer Abschwächung der Investitionstätigkeiten und der Vermietungsaktivitäten kommen könnte.

Auf Basis seiner Schlüsselmerkmale als Unternehmensstandort sollte London jedoch – unabhängig vom Ausgang des Referendums – ein Magnet für Nutzer und Investoren bleiben.

„Zwar dürfen die mittel- und langfristigen konjunkturellen und immobilienwirtschaftlichen Auswirkungen eines Brexit als übertrieben angesehen werden, aber eine größere Unsicherheit im Immobilienmarkt und eine kurzfristigen Abschwächung der Vermietungs- und Investitionsvolumina wäre dennoch die Folge. Ein Verbleib in der EU verliehe uns weit mehr Stabilität”, kommentiert Chris Ireland, CEO UK bei Jones Lang LaSalle.

„Sollte es dagegen zum Brexit kommen, sind die Investoren im Blick auf die Zukunft optimistischer als die Nutzer. Grund ist die weitreichende Attraktivität, die der britische Immobilienmarkt auf globales Kapital ausübt. Dennoch wären wir unausweichlich konfrontiert mit einer Periode großer Unsicherheit.” (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Investmentmarkt für Pflegeimmobilien boomt

Im Jahr 2018 hat der deutsche Investmentmarkt für Pflegeheime und Seniorenzentren das Transaktionsvolumen des Vorjahres um 149 Prozent übertroffen. Gleichzeitig verändert sich der Markt gewaltig hinsichtlich Objektauswahl und Struktur der Nachfrager und auch die Renditen bereiten zum Teil Probleme.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Bleiben die Zinsen auch 2019 niedrig?

Die EZB muss sich erneut mit schwächeren Konjunkturdaten im Euroraum beschäftigen, die Fed will 2019 weniger Zinserhöhungen durchführen und flexibel handeln. Währenddessen sind die Zinsen für Baufinanzierungen – insbesondere die 15-jährigen Zinsbindungen − seit Anfang Dezember noch einmal leicht gesunken. Wie es weitergeht.

mehr ...

Investmentfonds

Mit Tools gegen Anlagefehler

Wer emotional ist, trifft schlechte Entscheidungen, das ist bekannt. Dennoch investieren Frauen besser. Welche häufigen Anlagefehler Investoren machen und ob und wie sich vermeiden lassen, darüber haben Vertreter aus Wissenschaft und Praxis gestern in Frankfurt diskutiert. Cash. war dabei.

mehr ...

Berater

Formaxx erweitert Vorstand

Die Formaxx AG, Eschborn, verstärkt seinen Vorstand. Mit Wirkung zum 1.. März 2019 ist Lars Breustedt neu in den Vorstand der Eschborner Finanzberatungsgesellschaft berufen worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kapital in zehn Jahren fast verfünffacht

Die Paribus-Gruppe hat die Fondsimmobilie des SCM Capital GmbH & Co. KG Renditefonds V – Hamburg Wohnen sowie abgespaltene Grundstücksteile verkauft. Der Gesamtrückfluss an die Fondsanleger ist beachtlich.

mehr ...

Recht

Riester-Urteil: Förderung trotz Sonderurlaub?

Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil klarstellt, steht und fällt die staatliche Förderung der Riesterrente mit Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung – entweder den eigenen oder denen des Ehepartners.

mehr ...