Anzeige
17. Juni 2016, 08:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Quirin Bank: Anleger können gelassen bleiben

Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU ist für die Berliner Quirin Bank kein Grund, ein reduziertes Tempo der Weltwirtschaft oder schlechtere Perspektiven für die weltweiten Aktienmärkte zu erwarten. 

Brexit in Quirin Bank: Anleger können gelassen bleiben

Am 23. Juni entscheiden die Briten über Verbleib oder Austritt aus der EU.

“Die Horrorszenarien, die seit Monaten im Zusammenhang mit der Brexit-Entscheidung an die Wand gemalt werden, sind deutlich überzogen”, sagt Dobbert. “Und dies sowohl was die Geschwindigkeit als auch das Ausmaß möglicher Auswirkungen angeht.” Trotz der historischen Dimension der Brexit-Entscheidung dürften die Auswirkungen auf Gesamtwirtschaft und Finanzmärkte überschaubar bleiben. Einzige Ausnahme: Großbritannien selbst.

“Anleger, die – wie von uns grundsätzlich empfohlen – mit einem weltweit diversifizierten Portfolio aus Aktien und Anleihen aufgestellt sind, haben keine nennenswerten mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf ihre Kapitalanlage zu befürchten, egal wie die Abstimmung ausgeht“, so Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der Quirin Bank.

Temporäre Unsicherheiten möglich

Kurzfristig könnte ein Votum für den Brexit die Unsicherheit im Markt verstärken. Denn sollten die britischen Wähler sich tatsächlich für ein Verlassen der EU entscheiden, würde dies zunächst einmal einen langwierigen und schwierigen Verhandlungsprozess einleiten. Das Verlassen der EU ist keinesfalls kurzfristig möglich. Viele Fragen wären zu klären und müssten am Verhandlungstisch sondiert werden. Für die Briten geht es dabei vor allem darum, so viele Privilegien wie möglich beim Zugang zum größten Binnenmarkt der Welt zu erhalten und sich gleichzeitig so wenige unliebsame europapolitische Bedingungen hierfür einzuhandeln wie nötig. “Ein solch langwieriger Prozess mit ungewissem Ausgang produziert aus Sicht der Finanzmärkte vor allem eines, nämlich Unsicherheit”, kommentiert Dobbert. Dies könnte kurzfristig zu stärkeren Marktschwankungen führen.

Verstärkt würde eine solche Unsicherheit noch durch die zunächst zu erwartenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen. Allerdings sind die tatsächlichen konjunkturellen Konsequenzen eines “Ja” zum Brexit überaus schwer einzuschätzen. Absehbar ist jedoch, dass das Vereinigte Königreich aufgrund der hohen Abhängigkeit der britischen Wirtschaft von den europäischen Partnern in erster Linie selbst negativ betroffen wäre: Während nur etwa zehn Prozent der EU-Exporte nach Großbritannien gehen, entfallen gut 50 Prozent der Exporte Großbritanniens auf die EU. Die unmittelbaren Effekte auf die Wirtschaft Großbritanniens wären somit aller Voraussicht nach deutlich spürbarer als die umgekehrte Wirkung auf die EU. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Versicherer: Pessimistische Sicht auf Investmentumfeld

Der Anstieg von Inflation und Leitzinsen verunsichert in der Versicherungsbranche derzeit viele. Das belegen auch die aktuellen Ergebnisse der globalen Versicherungsstudie “Foggier as We Climb” von Goldman Sachs Asset Management (GSAM).

mehr ...

Immobilien

Studie: Mehrgenerationenhäuser immer beliebter

Früher oder später muss sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, wie er oder sie im Ruhestand wohnen möchte. Wie aus einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse hervorgeht, bewegt sich der Trend dabei weg von den traditionellen Wohnformen.

mehr ...

Investmentfonds

Dax: Anteil deutscher Anleger sinkt

Die Dax-Konzerne gehören zu gut einem Drittel deutschen Aktionären, betrachtet man nur Privatanleger, sind es lediglich elf Prozent. Eine Studie von EY hat die Aktionärsstruktur der 30 Unternehmen untersucht und beantwortet, wer am meisten von den Ausschüttungen an ihre Aktionäre profitiert.

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...