11. Oktober 2016, 08:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Einzelhandelsimmobilien: Volumen der Objektkäufe geht zurück

Totz starker Nachfrage ist das Transaktionsvolumen für Einzelhandelsimmobilien innerhalb der ersten neun Monate des laufenden Jahres stark zurückgegangen, so Colliers International. Vor allem inländische Käufer würden den Markt bestimmen.

Shopping-center-750-shutt 10546405 in Einzelhandelsimmobilien: Volumen der Objektkäufe geht zurück

Shopping Center sind bei den Investoren gefragt, jedoch ist das Angebot derzeit eher gering.

Von Januar bis Ende September 2016 wurden nach Angaben von Colliers International auf dem deutschen Einzelhandelsinvestmentmarkt Objekte im Wert von insgesamt rund 6,3 Milliarden Euro gehandelt.

Der Anteil am Gesamtvolumen aller in diesem Zeitraum in Gewerbeimmobilien getätigten Investments betrage 20 Prozent.

Damit bleibe das Ergebnis weit hinter dem Wert des Vorjahres zurück, als das Transaktionsvolumen mit 13 Milliarden Euro gut doppelt so hoch ausfiel und der Marktanteil bei 34 Prozent über dem zehnjährigen Jahresdurchschnitt von 29 Prozent lag.

Hohe Nachfrage, aber Mangel an Objekten

Getrieben von denselben Faktoren – steigendem Nachfragedruck bei zunehmender Produktknappheit – folge die Assetklasse Einzelhandel dem Gesamttrend am deutschen Investmentmarkt, allerdings in sehr viel stärkerer Ausprägung. So hätten die Einbußen beim Transaktionsvolumen bei 49 Prozent statt wie am Gesamtmarkt bei 15 Prozent gelegen.

Paketverkäufe, die sich in den ersten drei Quartalen 2015 als Umsatztreiber hervortaten und rund zwei Drittel des Transaktionsvolumens auf sich vereinten, brachten es im laufenden Jahr bis Ende September mit 2,8 Milliarden Euro auf einen Marktanteil von 44 Prozent.

Vor allem großvolumige Transfers im höheren dreistelligen Millionenbereich seien deutlich rarer gewesen.

“Wurden im Vergleichszeitraum des Vorjahres sieben Portfolien mit einem jeweiligen Transaktionsvolumen von über 250 Millionen Euro gehandelt, waren es 2016 bislang nur zwei”, sagt Thomas Dänzel, Head of Retail Investment bei Colliers International Deutschland.

Großteil der Investitionen fließt in Fachmärkte

Das Produktangebot bestimme maßgeblich die Verteilung der gehandelten Immobilientypen. Im Gegensatz zum Vorjahr seien es in diesem Jahr vor allem Fachmärkte, ob einzeln oder als Fachmarktzentrum gehandelt, die ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren stehen: 42 Prozent beziehungsweise. 2,7 Milliarden Euro flossen in diese Kategorie, zu der vor allem Super- und Baumarkttransaktionen zählen.

Auf Platz zwei folgen High-Street-Immobilien (34 Prozent, 2,1 Milliarden Euro), gefolgt von Einkaufszentren (24 Prozent, 1,5 Milliarden Euro).
Ausländische Investoren zeigten sich nach Angaben von Colliers weniger aktiv als im Vorjahr.

Heimische Käufer bestimmen den Markt

“In einer Marktsituation, die zunehmend vom Mangel großvolumiger Core- und Core-Plus Produkte in den Top 7 Märkten geprägt ist, profitieren die heimischen Investoren von einem gewissen ,Heimvorteil’ und besserer Marktkenntnis”, kommentiert Susanne Kiese, Head of Research bei Colliers International Deutschland.

Gerade die unter der Liquiditätsschwemme leidenden offenen Immobilien- und Spezialfonds sowie Vermögensverwalter, die meist im Auftrag großer institutioneller Anleger auf der Suche nach auskömmlichen Renditen sind, stellten die größten Käufergruppen mit jeweils 1,7 Milliarden Euro Anlagesumme (27 Prozent Marktanteil) dar.

Seite 2: Spitzenrenditen verharren auf niedrigem Niveau

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Janitos mit BiPRO-Award 2019 ausgezeichnet

Einmal jährlich trifft sich die Interessensgemeinschaft des Brancheninstituts für Prozessoptimierung (BiPRO), um sich über die aktuellen Entwicklungen der Branche auszutauschen. Im Rahmen dieser unter dem Namen BiPRO-Tag bekannten Veranstaltung wird von der Organisation BiPRO e.V. in regelmäßigen Abständen eine Auszeichnung vergeben.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsnot: Städte- und Gemeindebund beklagt 20 000 Bauvorschriften

Der Städte- und Gemeindebund sieht zu viele und zu strenge Vorschriften als eine Ursache dafür, dass in Großstädten zu wenige Wohnungen gebaut werden. “Der Abbau überflüssiger Standards und der rund 20 000 Baunormen ist dringend erforderlich”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

mehr ...

Investmentfonds

“Das nächste Google”: Wie StartMark die Branche angreifen will

Startschuss für StartMark: Der Wertpapierprospekt des Startup-Finanzierers aus Düsseldorf für ein in Deutschland in dieser Form bislang einmaliges “Security Token Offering” hat erfolgreich die Wertpapierprüfung der Finanzaufsicht BaFin durchlaufen. Schon ab 100 Euro können Anleger in ein Portfolio von Startup-Unternehmen investieren und daran partizipieren, wenn vielleicht auch das „nächste Google” dabei ist. Die Anleger-Rendite soll bei 10 bis 20 Prozent p.a. liegen.

mehr ...

Berater

Blockchain: Bundesbürger vertrauen neuer Technologie

Für die Mehrheit der Deutschen überwiegen positive Aspekte beim Einsatz der Blockchain-Technologie im Finanzsektor. Das ist das zentrale Ergebnis einer Online-Umfrage des Hamburger Fintechs Exporo zum Thema “Blockchain-Technologie: Revolutionäre Innovation oder Albtraum im Finanzsektor?” zu der im Juli diesen Jahres mehr als 1.000 Bundesbürger befragt wurden. 

mehr ...

Sachwertanlagen

CH2 platziert erfolgreich erste Aves-Anleihe

Große Nachfrage verzeichnete in den vergangenen Wochen die Anleihe „Aves Transport 1“. Es handelt sich um die erste Anleihe des börsennotierten Konzerns Aves One, die mit einem Kupon von 5,25 Prozent ausgestattet ist und eine fünfjährige Laufzeit hat.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...