25. August 2016, 12:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büroimmobilien: Stärkeres Interesse an Nebenstandorten

Die Big Seven: Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München bleiben im Fokus des Büro-Investmentmarktes. Das Interesse an Nebenstandorten nimmt allerdings zu.

Buerotuerme-chart-shutt 227542951 in Büroimmobilien: Stärkeres Interesse an Nebenstandorten

Seit 2010 nimmt die Bedeutung der Big Seven langsam ab.

Zwischen 2007 und dem ersten Halbjahr 2016 wurden laut Jones Lang LaSalle (JLL) in Deutschland Büroimmobilien im Wert von rund 130 Milliarden Euro erworben, davon entfielen 73 Prozent (95 Milliarden Euro) auf die Big Seven.

Deren Anteil schwanke zwischen 54 Prozent in 2007 und über 83 Prozent im Jahr 2010 zu Beginn des Aufschwungs nach der globalen Finanzkrise. “Wir gehen davon aus, dass sowohl in diesem als auch im folgenden Jahr der Fokus der Investoren auf den Big Seven bestehen bleibt, auch wenn der Anteil seit 2010 leicht rückläufig ist”, so Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany.

Nebenstandorte werden bedeutender

Die Analyse innerhalb der Big Seven zeige einen vergleichbaren Trend: Teilmärkte abseits der Top-Lagen hätten in den letzten Jahren ein stärkeres Interesse erfahren. So wurden 2016 laut JLL bisher in Zweit- und Drittlagen der Big Seven zusammen rund vier Milliarden Euro in Büros investiert und damit mehr als doppelt so viel wie in allen übrigen 52 analysierten Städten deutschlandweit.

“Es muss also nicht immer die Top-Lage sein, aber das Objekt an sich sollte gewisse Bedingungen erfüllen – langlaufende Mietverträge etwa, Top-Qualität oder Mieterbonität”, betont Scheunemann. Dazu komme, dass das Angebot an Core-Immobilien in den Top-Lagen knapp und teuer sei und Investoren ihren Suchradius ausweiten würden.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Bildschirmfoto-2016-08-25-um-10 57 16 in Büroimmobilien: Stärkeres Interesse an Nebenstandorten

Miete wichtiger als Standort

65 Prozent aller Anmietungen und damit rund 70 Prozent des Büroflächenumsatzes würden auf Lagen abseits der besten Standorte entfallen. Nicht alle Unternehmen würden eine eine Top-Adresse benötigen. In erster Linie würden dazu Telekommunikationsunternehmen, IT- oder Industrieunternehmen zählen, Branchen, denen eine niedrigere Miete wichtiger sei als eine zentrale Lage.

“Das Ergebnis dieser (Um-) Orientierung der Investoren zeigt sich in der Wertentwicklung. So haben sich die Kapitalwerte von Top-Büroimmobilien in Zweitlagen seit dem Tiefpunkt zum Halbjahr 2009 um fast 50 Prozent erhöht und verglichen mit der Wertentwicklung der Top-Lagen in den letzten beiden Jahren überproportional zugelegt”, so Scheunemann abschließend. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Mit KI-Anwendungen 20 Prozent mehr Umsatz generieren

Künstliche Intelligenz (KI) kann entscheidend dazu beitragen, Prozesse bei Versicherungen zu verbessern. Denn KI macht Versicherungsprozesse erst wirklich intelligent. Wie das geht, zeigt Alexander Horn, Versicherungs- und Prozessexperte bei der Unternehmensberatung Q_Perior.

mehr ...

Immobilien

Neue ESG-Chefin bei Savills IM

Der Immobilien-Investmentmanager Savills Investment Management (Savills IM) hat Emily Hamilton zur neuen Leiterin der unternehmensweiten ESG-Aktivitäten ernannt. Sie folgt damit auf Lucy Auden, die eine Stelle am „Cambridge Institute for Sustainability Leadership“ angetreten hat.

mehr ...

Investmentfonds

Die Fehlstarter unter den Superaktien

Die Aktienauswahl könnte so einfach sein, wenn Investoren eine Glaskugel hätten und wüssten, welche Titel sich in den kommenden zehn Jahren am besten entwickeln. Garantiert wäre die gute Performance trotzdem nicht. „In der Vergangenheit starteten manche ‚Superaktien‘ so holprig, dass einige Investoren wohl kalte Füße bekommen hätten“, sagt Sven Lehmann.

mehr ...

Berater

Wie mit strukturierten Mitarbeitergesprächen für Team und Unternehmen gesorgt werden kann

Führungskräfteberatung – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin bestellt Abwickler für Acada-Geschäfte

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits mit Bescheid vom 1. September 2020 zur Abwicklung des durch die mittlerweile insolvente Adcada GmbH, Bentwisch, unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts einen Abwickler bestellt. Das machte die Behörde nun auf ihrer Website bekannt.

mehr ...

Recht

Reform der Mietspiegelverordnung sorgt für Quantensprung

Die Mietspiegelkommission der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. sieht den Gesetzentwurf zur Reform des Mietspiegelrechts als gelungen an.

mehr ...