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3. Juni 2016, 08:29
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EZB-Entscheid hält Zinsen für Immobilienkredite niedrig

Nachdem die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung in Wien ihren geldpolitischen Kurs bestätigt hat, können sich Immobilienkäufer kurzfristig weiterhin über beste Finanzierungsbedingungen freuen.

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Die lockere Geldpolitik der EZB führt zu günstigen Finanzierungskonditionen für die eigene Immobilie.

“Die Zinspolitik der Zentralbanken, deflationäre Tendenzen, die wirtschaftliche Stärke Deutschlands und moderate Konjunkturaussichten im Rest Europas führen zu niedrigen Renditen bei deutschen Staatsanleihen und zu günstigen Refinanzierungsbedingungen bei den Banken”, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Langfristig könnten Immobiliendarlehen jedoch etwas teurer werden. Das geht auch aus dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer hervor.

Wochenlange Seitwärtsbewegung

Die Zinsen für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung liegen nach Angaben von Interhyp Anfang Juni vielfach bei unter 1,5 Prozent. Seit Wochen würden sich die Konditionen seitwärts bewegen.

“Die Märkte reagieren weniger nervös auf Nachrichten als in den vergangenen Jahren. Und die aktuellen Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten nähren sogar die Hoffnungen auf einen leichten Wirtschaftsaufschwung”, sagt Goris.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

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Inflation scheint auszubleiben

Gleichwohl versuche die Europäische Zentralbank weiterhin, die Inflation anzukurbeln, die weit von der Zielmarke von rund zwei Prozent entfernt liege. Die Verbraucherpreise in Europa seien im Mai im Jahresvergleich um 0,1 Prozent gefallen, wobei vor allem der niedrige Ölpreis die Teuerung hemme.

Im April habe die Inflationsrate minus 0,2 Prozent betragen. Laut Interhyp-Bauzins-Trendbarometer, gehen neun von zehn befragten Bank-Experten von gleichbleibenden Zinskonditionen in den nächsten vier Wochen aus.

Langfristig höhere Zinsen?

Langfristig steige die Wahrscheinlichkeit für höhere Zinsen. Ausschlaggebend sei dabei zunächst die Ankündigung der amerikanischen Notenbank, den Leitzins anzuheben. Doch auch eine nachlassende Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen könnte die Zinsen für Immobiliendarlehen leicht klettern lassen.

“Die Renditeniveaus sind niedrig und werden grundsätzlich niedrig bleiben. Selbst wenn sich Baugeld in den nächsten Monaten etwas verteuern sollte – wirklich teuer wird es nicht”, so die Einschätzung von Goris.

Immobilieninteressenten sollten laut Interhyp solide finanzieren. Ein ehrlicher Kassensturz zu Beginn sei dabei ebenso unerlässlich wie das Einbringen von Eigenkapital und eine möglichst hohe Tilgung, von mindestens zwei, besser jedoch drei und mehr Prozent. (kl)

Foto: Shutterstock

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