14. Oktober 2016, 10:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hohe Verkaufszahlen auf dem Wohn-Investmentmarkt

Investoren haben in den ersten drei Quartalen 2016 nach einer Analyse von BNP Paribas Real Estate in ansehnlichem Umfang deutsche Wohnimmobilien erworben. Der größte Anteil entfiel dabei auf die Bundeshauptstadt.

Wohnhaeuser-shutt 361769072 in Hohe Verkaufszahlen auf dem Wohn-Investmentmarkt

Ohne Berücksichtigung des Ausnahmejahres 2015 liegt das Resultat aktuell gut vier Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Das Transaktionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen (ab 30 Wohneinheiten) erreichte nach Angaben von BNP Paribas Real Estate bis Ende September eine Summe von fast 7,3 Milliarden Euro.

Vor allem das dritte Quartal habe sich sehr lebhaft gezeigt und mit knapp 2,99 Milliarden Euro das zweitbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre erreicht.

Rückgang im Vergleich mit dem Rekordjahr 2015

Im Vorjahresvergleich liege das bisherige Investmentvolumen allerdings rund 61 Prozent unter dem letztjährigen Rekordumsatz.

„Dieser wurde aber durch die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington (heute Vonovia) so stark beeinflusst, dass er nicht als Maßstab herangezogen werden sollte“, erläutert Udo Cordts-Sanzenbacher, Head of National Residential Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Resultat vier Prozent über dem langfristigen Durchschnitt

Ohne Berücksichtigung dieses Ausnahmejahres liege das Resultat aktuell gut vier Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Gerade im mittelgroßen Marktsegment sei eine Vielzahl von Transaktionen getätigt worden, die das absolute Investmentvolumen in mehreren Größenklassen steigen ließ.

Dadurch werde die große Nachfrage seitens der Investoren eindrucksvoll belegt. Daran ändere auch der im bisherigen Jahresverlauf rückläufige Umsatz mit dreistelligen Millionentransaktionen nichts.

Insgesamt wurden über 220 Deals mit zusammen rund 69.000 Wohneinheiten in der Analyse berücksichtigt. Der durchschnittliche Preis pro Verkaufsfall liegt den Angaben zufolge bei knapp 33 Millionen Euro und die Anzahl der verkauften Wohnungen durchschnittlich bei gut 300 pro Portfolio.

Einheimische Käufer dominieren

Knapp 77 Prozent des Transaktionsvolumens entfallen nach Angaben von BNP Paribas auf deutsche Investoren. Ausländische Anleger hätten gut 23 Prozent zu dem Ergebnis beigetragen.

Am aktivsten seien europäische Käufer, die über 14 Prozent beisteuerten. Bemerkenswert sei der mit 4,5 Prozent relativ hohe Anteil von Käufern aus Nahost, die sich damit vor nordamerikanischen Anlegern (zwei Prozent) positionieren und überwiegend in Berlin investiert haben.

Vor allem Metropolen im Fokus

Von der großen Nachfrage nach Wohnungsbeständen profitieren laut BNP Paribas vor allem die großen Metropolen, bei denen die steigenden Bevölkerungszahlen auch zukünftig Mietsteigerungspotenziale garantieren.

Rund die Hälfte des Umsatzes entfalle auf die sogenannten Big-6-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München). Bei Projektentwicklungen erreichten sie sogar 60 Prozent.

Mit Abstand am meisten investiert wurde in Berlin mit knapp 2,1 Millarden Euro. Aber auch Frankfurt (über 570 Millionen Euro), Düsseldorf (knapp 260 Millionen Euro) sowie Hamburg und München mit jeweils rund 240 Millionen Euro hätten umfangreich am lebhaften Markt partizipiert. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bankschließfächer: Inhalt sollte versichert sein

Wo sind Wertsachen sicher verwahrt? Schwierige Frage. Die Polizei warnt, dass Diebe in einer Wohnung fast jedes Versteck finden und ein eigener Tresor ist eine teure Angelegenheit. Viele Menschen deponieren darum zum Beispiel Schmuck oder Briefmarken- und Münzsammlungen in Bankschließfächern. Doch auch die Sicherheit von Tresoren stößt hin und wieder an ihre Grenzen: Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelang es Dieben in den vergangenen Jahren Schließfächer zu plündern.

mehr ...

Immobilien

So günstig wie nie – trotzdem steigen Preise für Wohnimmobilien weiter an

„Winterstarre“ und „Frühlingserwachen“ bei den Preisen für private Wohnimmobilien waren einmal: Nach den recht einheitlichen Preisanstiegen um rund ein Prozent im April, setzte sich die Preissteigerung im Mai fort. So sind beispielsweise Bestandsimmobilien im Vergleich zum Vormonat um 2,24 Prozent teurer geworden und legten damit am stärksten zu.

mehr ...

Investmentfonds

US-Notenbank dürfte Erwartungen einer schnellen Zinssenkung enttäuschen

Die US-Notenbank Fed dürfte die Erwartungen der Marktteilnehmer, die mit einer raschen Zinssenkung rechnen, enttäuschen. Dieser Auffassung ist Philippe Waechter, Chefvolkswirt des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, einer Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers, in seinem Gastbeitrag.

mehr ...

Berater

Ostangler Brandgilde bietet ab sofort Cyberversicherung

Immer mehr Unternehmen sind für Cyber-Risiken sensibilisiert. Die Suchanfragen nach Cyberversicherungen bei Google stiegen in den vergangenen Monaten signifikant. Dennoch stehen diese Versicherungen zum Teil in der Kritik, da viele Versicherer noch an ihren Risikomodellen arbeiten und die tatsächlichen Cyber-Gefahren sowie deren Auswirkungen schwer einschätz- und bezifferbar sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...