Postbank-Studie: Wo gibt es die meisten Neubauwohnungen?

In Sachen Neubau liegen Münster, Potsdam und München vor allen anderen deutschen Großstädten. Hier sind im Vergleich zum Bestand seit 2000 die meisten Neubauwohnungen fertiggestellt worden. Das sind Ergebnisse der Postbank Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“.

Vor allem in den deutschen Großstädten wird neuer Wohnraum benötigt.
Die Postbank Studie „Wohnatlas 2016 – Leben in der Stadt“ hat die Neubautätigkeit in den 36 bundes- und landesweit größten Städten untersucht.

Die Studie untersucht die Wohnungsmärkte in den 36 bundes- und landesweit größten Städten. Münster liege mit 14 Prozent neuen Wohnungen noch vor Potsdam und München (jeweils 13 Prozent).

In den ostdeutschen Städten Erfurt, Halle (Saale) und Chemnitz seien dagegen deutlich mehr Wohnungen abgerissen als neu gebaut worden. Trotz eines Neubauanteils von 3,5 bis sieben Prozent im Vergleich zum Bestand im Jahr 2000 würden insgesamt weniger Wohnungen zur Verfügung stehen als noch vor 15 Jahren.

In ostdeutschen Regionen seien ausreichend Wohnungen vorhanden, diese würden jedoch den heutigen Ansprüchen an den Wohnkomfort oftmals nicht genügen. Abriss und Neubau seien in vielen Fällen günstiger als aufwändige Sanierungen.

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Postbank Studie "Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt": Wo es die meisten Neubauwohnungen gibt / Münster, Potsdam und München an der Spitze / Größter Neubaubedarf bis 2030 in Hamburg und Stuttgart / POSTBANK STUDIE "WOHNATLAS 2016 - LEBEN IN DER STADT": WO ES DIE MEISTEN NEUBAUWOHNUNGEN GIBT. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6586 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Deutsche Postbank AG/Postbank"

Günstiger Neubau

„In Städten mit hohem Preisniveau sind in den letzten Jahren besonders viele Neubauwohnungen entstanden. Gerade in diesen Boom-Städten lohnt es sich aber für Kaufinteressierte, gezielt Neubauwohnungen ins Visier zu nehmen, da diese im Vergleich zu Bestandswohnungen vergleichsweise günstig sind“, sagt Dieter Pfeiffenberger, Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung bei der Postbank.

So zeige der Städtevergleich, dass ein um zehn Prozent höheres Preisniveau bei Bestandswohnungen nur durchschnittlich sieben Prozent höhere Preise bei Neubauwohnungen bedeuten.

„Unter den Bestandswohnungen treiben Objekte mit exklusiver Lage die Preise hoch“, so Pfeiffenberger. Durch Abriss und Nachverdichtung würden aber vielerorts auch Neubauprojekte in attraktiver Umgebung entstehen.

Baulandpreis ausschlaggebend

Wie viel eine Neubauwohnung in einer Stadt am Ende kostet, werde ganz wesentlich durch den jeweiligen Baulandpreis bestimmt. Aus den Berechnungen der Postbank Studie geht hervor, dass eine Zunahme des Baulandpreises um zehn Prozent zu einem Plus von 3,4 Prozent beim Quadratmeterpreis für Neubauwohnungen führt.

Ein Blick in die Zukunft zeige, dass in Hamburg, Stuttgart, Wiesbaden, Berlin und München der prozentual größte Bedarf an neuen Wohnungen besteht. Da in diesen Städten in der Vergangenheit relativ wenig neu gebaut wurde, herrsche dort heute schon Wohnungsmangel.

Hamburg mit niedrigster Wohnungsversorgungsquote

Am niedrigsten ist die Wohnungsversorgungsquote in Hamburg, wo für 100 Haushalte nur 92 Wohnungen zur Verfügung stehen. In Stuttgart und Berlin seien dies 93 beziehungsweise 94 Wohnungen.

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Unter Berücksichtigung des prognostizierten Zuzugs von Flüchtlingen würden diese Städte bis 2030 zwischen 15 und 20 Prozent mehr Wohnungen benötigen als dort jetzt zur Verfügung stehen. Vor allem Stuttgart, Wiesbaden und Berlin müssten ihre Bautätigkeit deutlich steigern, da sie ihren Bestand in den vergangenen 15 Jahren um weniger als fünf Prozent ausgebaut hätten.

Hamburg liege mit sechs Prozent nur geringfügig darüber. Auch Karlsruhe, Potsdam, Bremen, Bonn, Aachen und Köln müssten ihr Wohnungsangebot um mehr als zehn Prozent steigern. „Städte mit wachsendem Wohnungsbedarf sollte man im Hinblick auf Neubauprojekte im Auge behalten. Sie bieten große Chancen auf Wertsteigerung“, so Pfeiffenberger. (kl)

Foto: Shutterstock

 

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