Wohnungsbau nimmt in Ostdeutschland leicht zu

In einigen Regionen Ostdeutschlands bauen kommunale und genossenschaftliche Bauträger nach eigenen Angaben wieder mehr neue Wohnungen als in den zurückliegenden Jahren. Grund ist der steigende Bedarf an modernen Wohnungen.

In Ostdeutschland ist ein leichter Anstieg der Wohnungsbauzahlen zu beobachten.

In Thüringen überwog nach Angaben der Wohnungswirtschaft die Zahl der Neubauten 2014 erstmals seit der Wiedervereinigung die der Abrisse. In Sachsen zeigte sich diese Umkehr zumindest bei den Baugenossenschaften, die rund 20 Prozent aller Mietwohnungen im Land stellen, im vergangenen Jahr zum ersten Mal.

Alters- und familiengerechte Wohnungen gefragt

Die alten Plattenbauten seien weder gemacht für die Ansprüche einer vierköpfigen Familie, noch für die Bedürfnisse von Senioren, erklärt Sven Winkler, Referent im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften, die Entwicklung. Gefragt seien alters- und familiengerechte und zugleich bezahlbare Wohnungen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab. 2015 habe der „Wohnungsneubau ganz oben auf der Agenda“ gestanden, hieß es bei den Mitgliedsunternehmen der Wohnungswirtschaft.

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Anders ist die Lage in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo nach Angaben der Wohnungswirtschaft noch immer deutlich mehr abgerissen als gebaut wird. Auf dem flachen Land sei der Leerstand bei gleichzeitigem Bevölkerungsrückgang immens, sagte der Sprecher des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, David Eberhart. Die Mitgliedsunternehmen der Wohnungswirtschaft stellen in den Ländern rund die Hälfte der Mietwohungen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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