Auswertung: Mietwachstum betrifft auch Bestandsmieten

In Deutschland steigen die Mieten in den Metropolen und Ballungsräumen, aber auch in vielen Mittelstädten kontinuierlich weiter. Eine aktuelle Auswertung des Hamburger Forschungsinstituts F+B zeigt: Dies wirkt sich auch auf die Bestandsmieten aus.

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Unter den deutschen Großstädten verfügen 89 Prozent über einen Mietspiegel.

Das dynamische Wachstum der Marktmieten bei der Neuvermietung wirkt sich laut F+B sukzessive – wenn auch verzögert – auf das Niveau der in den Mietspiegeln dokumentierten Bestandsmieten aus.

In 2016 sind die ortsüblichen Vergleichsmieten demnach wie im Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Dies ist das Ergebnis des aktuellen F+B-Mietspiegelindex 2016, der einzigen Auswertung aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland.

Mietspiegel in fast allen Großstädten und Metropolen üblich

Die Erhebungsergebnisse zeigten, dass es Mietspiegel in der Regel erst in Städten und Gemeinden ab 10.000 Einwohnern gebe. Von den insgesamt 1.559 Orten dieser Größenordnung verfügten 36 Prozent über einen Mietspiegel; ab einer Gemeindegröße von 20.000 Einwohnern (680 Orte) seien es insgesamt 57 Prozent.

Unter den Metropolen (über 500.000 Einwohner) verfügten mittlerweile 93 Prozent über einen Mietspiegel, unter den Großstädten 89 Prozent. Die Stadt Bremen ist nach wie vor die einzige Metropole ohne dieses Instrument.

Teuerste Metropolen: München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg

„Die teuerste Großstadt ist nach wie vor München. Die Münchner zahlen durchschnittlich 11,18 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Wohnungen und liegen damit um 71 Prozent über den 6,54 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“, erläutert Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer von F+B.

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Ebenfalls weit oben auf der Rangliste stehe neben weiteren Städten im Münchner Umland der Metropolraum Stuttgart (Rang zwei) mit seinen Umlandgemeinden. Es folgen auf Rang neun Düsseldorf, Köln (Rang elf), Hamburg (Rang 15) und Frankfurt/Main (Rang 18).

In Stuttgart liegen die Mieten mit 9,76 Euro pro Quadratmeter um 49 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt, in Düsseldorf, Köln und Hamburg zwischen 8,26 und 8,07 Euro um 26 bis 23 Prozent darüber. In Frankfurt/Main müssen Mieter in bestehenden Mietverhältnissen durchschnittlich 7,94 Euro, also 21 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

Seite 2: Wohnen in Berlin vergleichsweise günstig

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