Baugeldzinsen bewegen sich weiter seitwärts

Die Interhyp Gruppe hat das Bauzins-Trendbarometer veröffentlicht. Die befragten Experten gehen kurzfristig von einer Seitwärtsbewegung der Baugeldzinsen aus. Sollte sich die Inflation im Euroraum stabilisieren, werden die Bauzinsen aber nachziehen.

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Kurzfristig werden die Finanzierungsbedingungen für Immobilienbesitzer nach Einschätzung von Interhyp günstig bleiben.

Im März haben die Bestkonditionen für Baufinanzierungen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren ein 12-Monatshoch erreicht und dabei die 1,5 Prozent-Marke durchbrochen. Seit dem Monatsende zeigt sich jedoch wieder eine leichte Entspannung. Das meldet der Baufinanzierer Interhyp.

„Diese Entwicklung reflektiert die aktuelle Gemengelage sehr gut: Einerseits spüren wir eine weithin positive Konjunkturerwartung, wie sie auch von der amerikanischen Notenbank mit ihrer Zinspolitik bekräftigt wird. Gleichzeitig sehen wir in Europa noch keinen nachhaltigen Aufwärtstrend. Hier bestimmen eine Reihe politischer Unwägbarkeiten die Situation. Das sorgt für eine gewisse Volatilität auf einem weiterhin sehr attraktiven Zinsniveau,“ erläutert Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe.

Immobilienkredite bleiben günstig

Damit würden Immobilienkredite für Bauherren, Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierungskunden preiswert bleiben.  Auch im Bauzins-Trendbarometer der Interhyp Gruppe, einer monatlichen Befragung von Marktbeobachtern und Chefvolkswirten, gehen alle befragten Experten zunächst von einem Seitwärtstrend bei den Baugeldkonditionen aus.

Sie begründen ihre Einschätzung laut Interhyp sowohl mit der Geldpolitik der Zentralbanken als auch mit wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten wie etwa dem Brexit oder der anstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich.

Die in Europa im Januar und Februar gestiegene Inflation reiche nicht für eine nachhaltige Trendwende der EZB. Auch sei die Inflationsrate der Eurozone im März bereits wieder leicht auf 1,5 Prozent gesunken.

Langfristig höhere Baugeldzinsen

Selbst der amerikanische Konjunkturoptimismus muss sich laut Bauzins-Trendbarometer nach der Leitzinsanhebung durch die amerikanische Notenbank Fed auf 0,75 bis ein Prozent Mitte März und mit Blick auf die reale Handlungskraft Trumps erst einmal behaupten.

Langfristig allerdings sehe die Mehrheit der befragten Teilnehmer eine Tendenz zu höheren Baugeldkonditionen. Dies sei vor allem dann der Fall, wenn sich die europaweite Teuerungsrate stabilisiert und ein nachhaltiger Konjunktur- und Arbeitsmarktaufschwung zu verzeichnen ist.

Utecht lobt das Verhalten seiner Kunden: „Sie nutzten 2016 die niedrigen Zinsen für eine nochmals höhere durchschnittliche Tilgung von 2,92 Prozent im Jahr und verbesserten ihre Planungssicherheit mit einer gestiegenen Zinsbindung von im Schnitt 13,1 Jahren.“ (kl)

Foto: Shutterstock

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