23. März 2017, 15:33
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Crowdfunding: Bekanntheitsgrad wächst

Dabei seien diejenigen, die sich solch ein Investment vorstellen können, eher dazu bereit, kleinere Summen zu investieren: 21 Prozent geben an, bis zu 100 Euro investieren zu wollen, die größte Gruppe (31 Prozent) würde etwa 500 Euro investieren, 15 Prozent würden bis zu 5.000 Euro investieren. Lediglich vier beziehungsweise drei Prozent wären bereit, bis zu 10.000 Euro oder mehr als 10.000 Euro anzulegen.

Zwei Gruppen von Anlegern

“Diesen Trend beobachten wir auch in der Praxis. Es gibt zwei Gruppen von Anlegern: Diejenigen, die in der Regel das Modell sehr gut kennen und im Durchschnitt um die 4.000 Euro investieren und diejenigen, die es noch nicht kennen und zunächst einmal eine kleine Summe investieren und so das noch junge Modell Crowdfunding ausprobieren. Schon bei Folgeprojekten investieren diese größere Summen”, sagt Michael Stephan, Gründer und Geschäftsführer von iFunded.

Die Vorbehalte gegenüber Crowdfunding als alternativer Geldanlage seien in erster Linie auf die Unkenntnis zurückzuführen – potenzielle Investoren zweifelten zunächst an der Seriosität der Anbieter und empfänden Crowdfunding als undurchsichtig. Dabei spiele auch die fehlende persönliche Beratung eine große Rolle.

“Das Potenzial für Crowdfunding in Deutschland ist vorhanden. Als erster Schritt muss das Misstrauen beseitigt werden”, so Petersen.

Besitzer von Aktien, Anleihen und Gold sind Crowdfunding gegenüber aufgeschlossener

Nach den Ergebnissen der Studie besteht eine Korrelation zwischen der Bereitschaft, in einer Crowd in Immobilien zu investieren, und dem Besitz von Aktien, Anleihen oder Gold: Diese Gruppe sei grundsätzlich dem Crowdfunding gegenüber aufgeschlossener.

“Beim Crowdfunding stehen die Bedürfnisse der heutigen Anleger, insbesondere die Möglichkeit eines einfachen, selbstbestimmten und vor allem transparenten sowie digitalen Investmentprozesses, im Mittelpunkt. Aufgrund der bisherigen digitalen Vermarktungsstrategien ist das Crowdfunding bei der Gruppe der über 60-Jährigen noch weniger bekannt (70 Prozent), wohingegen mehr als jeder Zweite der anderen Altersgruppen davon gehört hat. Crowdfunding-Plattformen bieten Investoren moderne Wege der Anlage und lassen sie schon mit kleineren Investitionssummen am Erfolg attraktiver Immobilienprojekte teilhaben”, sagt Stephan. (bk)

Foto: Shutterstock

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