7. Juli 2017, 08:32
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Digitalisierung: Mangelnde Kompetenz der Immobilienbranche

Immobilienunternehmen sind auf die Digitalisierung schlecht vorbereitet. Nur 30 Prozent der Unternehmen erfüllen die Vorraussetzungen, fast 90 Prozent erwarten Probleme. Das geht aus einer Studie des Immobilienberatungsunternehmens CBRE hervor.

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Nur ein kleiner Teil der Unternehmen der Immobilienbranche ist darauf vorbereitet, seine Prozesse zu digitalisieren.

Fast 90 Prozent der Akteure der Immobilienbranche fürchten, dass sie Probleme haben werden, ihr Unternehmen zu digitalisieren. Es mangele an Veränderungsbereitschaft, digitaler Kompetenz und einer klaren Strategie.

Bis dato hätten weniger als 30 Prozent der Unternehmen die notwendigen Rahmenbedingungen für den digitalen Wandel geschaffen. Dies ist ein Ergebnis der Studie “Digitale Transformation und Innovation in der deutschen Immobilienwirtschaft 2017”, die das integrierte Immobilienberatungsunternehmen CBRE bei dem Future Real Estate Institute in Auftrag gegeben hat.

Digitale Kompetenz ist Wettbewerbsvorteil

Mit insgesamt 190 Teilnehmern aus 163 Unternehmen und Organisationen handele es sich um die bisher umfangreichste und akademisch fundierteste Digitalisierungsstudie der Immobilienwirtschaft im deutschsprachigen Raum.

“Der Aufbau digitaler Kompetenzen stellt einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar und wird sogar dazu führen, dass neue Geschäftsfelder entstehen. Darum ist es ratsam, sich frühzeitig dem Thema zu widmen und die Digitalisierung des eigenen Unternehmens voranzutreiben”, sagt Alexander von Erdély, CEO bei CBRE in Deutschland.

Wissen nicht fundiert

In der deutschen Immobilienbranche mangele es an qualifiziertem Personal. So geben lediglich 40 Prozent der befragten Unternehmen an, eine Führungskraft für digitale Themen zu beschäftigen, die die Transformation vorantreibt. Und auch in diesen Betrieben konzentriere sich die Führungskraft auf das Tagesgeschäft und nicht auf digitale Aufgaben.

“Digitale Kompetenz bedeutet, nicht nur Wissen zu den Technologien. Es heißt auch, den Einfluss der Digitalisierung auf die eigene Arbeit, das Unternehmen und die Auswirkungen darüber hinaus zu begreifen”, sagt Thomas Herr, EMEA Head of Digital Innovation bei CBRE.  75 Prozent der Befragten schätzen jedoch, dass die im eigenen Unternehmen Beschäftigten kein fundiertes Wissen über die betrachteten Technologien haben.

Den Befragten zufolge ist der Wissensstand im eigenen Unternehmen in den Technologiefeldern Big Data, Building Information Modeling (BIM) und Virtual Reality am höchsten. Diese Einschätzung sei anhand von Detailfragen, die den tatsächlichen Wissensstand ermittelt haben, nur eingeschränkt bestätigt worden.

Potenziale werden nicht ausgeschöpft

Allgemein werde der Wissensstand über die einzelnen Technologiefelder gering eingeschätzt, wonach zu keiner der betrachteten Technologien mehr als 25 Prozent im Unternehmen über solides Wissen verfügen würden.

Weltweit würden täglich mehr als 2,5 Quintillionen Bytes an Daten produziert. Eine Analyse von Daten ermöglicht, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. “Das Potenzial wird heute weitestgehend nicht ausgeschöpft: Zwar werden zahlreiche Daten erhoben, jedoch mangelt es vor allem an deren Verarbeitung”, sagt Viktor Weber, Gründer und Direktor des Future Real Estate Institute und Autor der Studie.

Mehr als die Hälfte der Befragten habe angegeben, vorhandene Daten seien weder ausreichend strukturiert noch nutzbar. Infolgedessen verzichte man auf Erkenntnisse und setze Optimierungspotenziale nicht um. (kl)

Foto: Shutterstock

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