21. Juni 2017, 08:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie arbeitet der Immobilienmakler von heute?

Die Digitalisierung treibt in vielen Branchen den Fortschritt an und stellt traditionelle Geschäftsmodelle und Berufe auf den Prüfstand – auch den Immobilienmakler. Welche Kompetenzen werden im heutigen Marktumfeld benötigt?

Gastbeitrag von Hanno Heintzenberg, McMakler

Immomakler-heintzenberg in Wie arbeitet der Immobilienmakler von heute?

Hanno Heintzenberg: “Immobilienmakler müssen auch im Digitalzeitalter weder Marketingprofis noch Programmierer sein.”

Als 2015 nach Einführung des Bestellerprinzips der Hype um den Begriff “Proptech” losgetreten wurde, prophezeiten viele Medien elementare Veränderungen in der Branche. Insbesondere Immobilienmakler müssten um ihre Zukunft bangen, Kunden wollten zukünftig womöglich rein digitale Dienstleistungen.

Akquise-, Vermarktungs- und Verwaltungsprozesse werden digitalisiert

Der Wettbewerb sowie die Kundenerwartungen an Leistungen und Kosten haben sich tatsächlich in Folge der Gesetzesänderung verändert und damit auch die Anforderungen an moderne Immobilienmakler und deren Arbeitsabläufe.

Durch die Möglichkeit viele Abläufe in der Kunden- sowie Objektakquise, Vermarktung und Verwaltung zu digitalisieren, haben sich neue Kompetenzbereiche gebildet, die durch moderne Maklerunternehmen abgedeckt werden müssen.

Diese Kompetenz beginnt beim effektiven Einsatz von Online Marketing und erstreckt sich über komplexe IT-Infrastrukturen bis hin zu eigenen Softwarelösungen.

Entscheidende Wettbewerbsvorteile

Viele Arbeitsprozesse des traditionell persönlichen Empfehlungs– und Kontaktgeschäfts können mittlerweile durch Softwaretools und Online-Plattformen effizienter bearbeitet werden.

Durch Online Marketing werden relevante Interessenten gezielter, schneller und ortsunabhängig erreicht. Durch den Einsatz von Cloud-basierten Verwaltungs- und Kommunikationssoftwares können sich Makler und Kundenberater in Echtzeit mit den Kunden abstimmen.

Der Einsatz von Technologie und die Zentralisierung einzelner Abteilungen erlaubt das Arbeiten zu Festpreisen in der Vermietung und günstigere Konditionen für Eigentümer im Verkauf. Dies sind, neben erhöhter Erreichbarkeit und Preis-Transparenz für Kunden, entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Verhältnis von Back-Office-Arbeit zu Kundenkontakt kehrt sich um

Für Unternehmen eröffnet die Digitalisierung großes Potenzial Arbeitsprozesse zu optimieren. Dadurch kann langfristig ein höheres Auftragsvolumen bei gleichbleibender Qualität bearbeitet werden.

Das Aggregieren von Daten ermöglicht zudem analytische Auswertungen der Arbeitsabläufe, die dadurch immer weiter verbessert werden können.

Die alte Faustregel für Immobilienmakler hat sich bei McMakler bereits umgekehrt. Traditionell nahmen Akquise und Verwaltung rund 80 Prozent der Arbeitszeit von Maklern in Anspruch. Für das eigentliche Makeln am Objekt, also Beratung, Besichtigungsdurchführung, Interessentenkontakt und Vertragsverhandlungen, blieben demnach nur 20 Prozent der Zeit übrig.

Seite zwei: Fokus auf die Kernkompetenz

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Doppelschlag von Fed und EZB

Auf der Pressekonferenz der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch war die Ansage von Jerome Powell eindeutig: Sollte der Handelskrieg weiter schwelen und somit auch das Erreichen des Inflationsziels gefährden, stehe die Fed Gewehr bei Fuß, um die Zinsen erstmals seit 2008 zu senken. Noch deutlicher war die Kunde, welche die sogenannten Dots verbreiteten. Ein Kommentar von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei Blackrock.

mehr ...

Berater

Banken schöpfen digitales Potential nicht aus

Capco, Management- und Technologieberatung mit Fokus auf die Finanzdienstleistungsbranche, veröffentlicht eine neue Studie zum Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft von Banken. Befragt wurden Kunden und Führungskräfte von mehr als 100 Kreditinstituten zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen über den Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft. Das Zeugnis für die Banken fällt dabei ernüchternd aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Sehr positive Resonanz der Gläubiger auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter

Die Gläubiger in den Insolvenzverfahren der deutschen P&R Gesellschaften haben sehr positiv auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter reagiert. Bislang haben schon über 95 Prozent der Gläubiger bzw. deren anwaltliche Vertreter ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren über 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...