22. Dezember 2017, 15:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmarkt Berlin: Hält die Dynamik in 2018 an?

Entsprechend hoch ist auch das Interesse der Käufer an Berliner Gewerbeimmobilien. Der Markt wurde laut Aengevelt in 2017 von einer Vielzahl an Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich geprägt. Die prognostizierte Angebotsverknappung marktgerechter Immobilienprodukte könne bestätigt werden, oftmals seien Investoren jedoch bereit gewesen, Core-Immobilien zu niedrigeren Renditen zu akzeptieren.

Investmentmarkt bleibt auf hohem Niveau

Aufgrund der Vielzahl an hochpreisigen Transaktionen erwarte Aengevelt, dass das Gewerbe-Investitionsvolumen mit rund neun Milliarden Euro in etwa auf dem Rekordniveau von 2007 und 2015 liegen wird, zumindest aber das Zehn-Jahres-Mittel übertreffe. Angesichts der hohen Nachfrage seien die Spitzenrenditen im Core-Segment in Berlin weiter gesunken und erreichten Kaufpreismultiplikatoren, die das 30-fache der Jahresnettokaltmiete übertreffen.

„Viele der größeren Transaktionen erfolgten durch ausländische Investoren, die in Berlin weiterhin einen sicheren Hafen mit weiterem Potenzial sehen. Der Verkauf des Sony Centers an einen südkoreanischen Pensionsfonds sowie die Verkäufe des Rocket-Towers und der Neukölln-Arkaden stehen dabei symptomatisch für die Attraktivität und das Sicherheitsempfinden am Berliner Investmentmarkt“, sagt Starke.

Ausblick 2018

Für 2018 erwartet Aengevelt ein weiterhin dynamisches Marktgeschehen bei anhaltend hoher Nachfrage nach Berliner Investment- und Mietobjekten sowohl im Wohnungs- wie auch im Gewerbebereich.

Am Bürovermietungsmarkt sei mit einem weit überdurchschnittlichen Flächenumsatz zu rechnen. Die durchschnittliche gewichtete Büromiete werde aufgrund des steigenden Trends zur Dezentralisierung der Bürostandorte und der sinkenden Leerstandzahlen weiter sinken.

Die gewichtete Spitzenmiete werde aufgrund der Vielzahl an qualitativ hochwertigen Büro-Projektierungen in 2018 und 2019 jedoch voraussichtlich die Marke von 30 Euro pro Quadratmeter übertreffen.

Auch der Investmentmarkt wird sich laut Aengevelt weiter dynamisch entwickeln. „Berlin hat im internationalen Vergleich weiterhin enorme Potenziale und wird auch 2018 einer der international am stärksten nachgefragten Investment-Standorte sein“, sagt Starke. „Wir gehen folglich von einer erneut starken Investmentnachfrage aus. Ob das Niveau von 2017 gehalten werden kann, hängt jedoch davon ab, ob ähnlich große Transaktionen realisiert werden können.“ (bk)

Foto: Shutterstock

 

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wer bekommt eigentlich Weihnachtsgeld?

Wer bekommt eigentlich Weihnachtsgeld?  Wie hoch fällt die Sonderzahlung aus? Muss ich es versteuern? Ist Weihnachtsgeld das 13. Gehalt? Die Arag hat Wissenswertes zum zusätzlichen Geldsegen des Arbeitgebers zusammengetragen.

mehr ...

Immobilien

Besitz eines Eigenheims erhöht Dating-Chancen

Wer heute Single ist, muss nicht mehr darauf warten, potenzielle Partnerinnen oder Partner im Freundeskreis oder Sportverein kennenzulernen. Dank Onlinedating geht das auch bequem von der heimischen Couch. Aber welche Attribute finden Beziehungswillige besonders anziehend?

mehr ...

Investmentfonds

Ungemach für Apple Pay?

Ein deutscher Gesetzentwurf könnte das heutige Geschäftsmodell von Apple bei seiner Bezahlplattform Apple Pay torpedieren.

mehr ...

Berater

Service Value: Die kundenorientiersten Filial- und Direktbanken

Service Value hat für den Service Atlas Banken 2019 jeweils elf große Filial- und Direktbanken in sechs gemeinsamen und zwei separaten Qualitätskategorien auf den Prüfstand gestellt und zudem über 2.100 Kundenurteile ausgewertet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Creditshelf startet Mittelstands-Kreditfonds mit EU-Beteiligung

Die auf die Online-Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland spezialisierte Creditshelf AG legt einen diversifizierten Kreditfonds auf, über den institutionelle Anleger deutsche KMU fördern können. Ankerinvestor ist eine EU-Institution. Privatanleger allerdings sind außen vor.

mehr ...

Recht

Betriebskostenabrechnung: 5 Tipps für Vermieter

Heizung, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, Versicherungen, Gebäudereinigung, Verwaltungskosten, Leerstand und mehr: Was ist umlagefähig, was nicht? Vor dieser Frage stehen Eigentümer von Mietimmobilien spätestens dann, wenn sie die jährliche Betriebskostenabrechnung erstellen und bestimmte Mindestanforderungen beachten müssen. Gerade Vermieter von kleineren Immobilien, die diese selbst verwalten, werden dabei vor einige Herausforderungen gestellt. Der Full-Service Immobiliendienstleister McMakler fasst daher zusammen, was zu einer rechtssicheren und ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnung gehört.

mehr ...