Immobilienmarkt: Positiver Trend in Frankfurt hält an

Das Interesse nationaler und internationaler Investoren an der Finanzmetropole Frankfurt am Main ist traditionell groß. Dem Immobilienmakler Aengevelt zufolge wird sich die positive Entwicklung dieses Marktes auch im kommenden Jahr fortsetzen.

Wohnraum in Frankfurt könnte durch den Brexit bald noch teurer werden
Frankfurt am Main: Besonders von den Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit kann die hessische Metropole profitieren.

Das ohnehin große Interesse der Investoren am Immobilienstandort Frankfurt wird laut Aengevelt von guten wirtschaftlichen und demographischen Rahmenbedingungen gestützt.

So habe sich die Einwohnerzahl der Stadt in den letzten zehn Jahren um rund 100.000 (plus 16 Prozent) auf etwa 738.000 Personen zum Jahresende 2016 erhöht (Schätzung Aengevelt-Research).

Damit nicht genug: Prognosen der „Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für Hessen 2014 bis 2030“ zufolge werde die Bevölkerungszahl Frankfurts bis 2030 auf etwa 841.000 Personen ansteigen.

Außerdem wachse die Wirtschaftsleistung zudem seit Jahren stärker als im Bundesdurchschnitt. So erwarte die IHK Frankfurt/Main für die Region Rhein-Main in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent.

Rekordwerte am Büromarkt möglich

Zudem stellt die Bankenmetropole laut Aengevelt aus Investorensicht vor allem für großvolumige Core-Objekte weiterhin einen der attraktivsten Standorte Deutschlands dar.

Mit etwa 413.000 Quadratmetern erzielte der Frankfurter Büromarkt in den ersten neun Monaten dieses Jahres den höchsten anteiligen Flächenumsatz seit 2007 und könnte im Gesamtjahr den Vorjahreswert (546.000 Quadratmeter) deutlich übertreffen.

Daniel Milkus, Niederlassungsleiter Aengevelt Frankfurt, zeigt sich derweil noch optimistischer: „Wie hoch das Ergebnis final ausfallen wird, werden die nächsten Tage zeigen, denn theoretisch ist sogar ein “All-time-high“ möglich! Jetzt zählt also jede Transaktion, die noch in die Statistik einfließen wird.“

Der gute Verlauf des bisherigen Jahres ist Milkus zufolge auf eine größere Anzahl von Großabschlüssen ab 5.000 Quadratmeter sowie erste Effekte des Brexit zurückzuführen.

Investmentmarkt wächst weiter

Darüber hinaus werde der Büroflächenleerstand bis Ende 2017 weiter absinken und voraussichtlich den niedrigsten Wert seit 2002 (etwa 900.000 Quadratmeter) markieren.

Laut Aengevelt gewinnt auch der Frankfurter Investmentmarkt, ohnehin schon einer der drei größten Standorte Deutschlands neben Berlin und München, weiter an Fahrt, so dass das Transaktionsvolumen 2017 vor allem im gewerblichen Bereich wieder das Vorjahresniveau (rund 6,5 Milliarden Euro) erreichen wird.

Insgesamt sei davon auszugehen, dass das gesamte Transaktionsvolumen bis Jahresende wieder die Sieben-Milliarden-Euro-Marke erreichen und damit zu den drei besten Ergebnissen aller Zeiten in Frankfurt zählen werde.

Seite zwei: Spitzenrendite gibt nach

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