4. Juli 2017, 09:09
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Super Cities ziehen weltweit Kapital an

Das Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank hat die Höhe der Investitionen in den sogenannten Super Cities analysiert. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Globalisierung von Immobiliengeschäften ab 2018 zunimmt und mehr als 30 Prozent aller Transaktionen länderübergreifend sein werden.

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Skyline von New York

In seinem „Active Capital Report” hat Knight Frank die Kapitalströme in die weltweiten Super Cities untersucht und inwieweit diese Märkte durch ausländisches Kapital geprägt sind. Zu den Super Cities von Knight Frank zählen Los Angeles, New York, London, Paris, Berlin, Shanghai, Hong Kong,
Tokyo, Singapur und Sydney.

Danach hat New York 2016 mit 16,3 Milliarden US-Dollar zwar das meiste ausländische Kapital angelockt. Trotzdem war der Markt vorrangig durch einheimische Investoren geprägt, die 60 Prozent des Gesamtinvestments ausmachten.

London hat höchsten Anteil ausländischer Investoren

London liege dagegen an zweiter Stelle hinsichtlich der ausländischen Investments, allerdings habe ausländisches Kapital mit 15,9 Milliarden US-Dollar zu insgesamt 80 Prozent des Gesamtvolumens beigetragen, und die Stadt damit zu der Super City mit dem meisten ausländischen Kapitalzufluss gemacht.

Auch andere europäische Städte wie Paris und Berlin zogen mit 9,7 Milliarden US-Dollar und 6,8 Milliarden US-Dollar ausländische Geldmittel an. In Berlin waren 69 Prozent aller Investmentaktivitäten durch internationale Anleger geprägt. Im Gegensatz dazu tätigten in Paris zu 61 Prozent einheimische Käufer die Transaktionen.

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Bis heute würden die von Knight Frank definierten Super Cities den Immobilieninvestmentmarkt dominieren, jedoch gelinge es anderen dynamischen Metropolen wie Bangkok, Bangalore und Sidney zunehmend, internationales Kapital für sich zu interessieren.

Knight Frank hat zudem die Herkunft des internationalen Kapitals analysiert, mit besonderem Blick auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Investoren aus verschiedenen Regionen.

Aufstieg asiatischer Investoren

Demnach bestätigen die Informationen von Knight Frank den Aufstieg asiatischer Investoren, die 2016 mit 67 Milliarden US-Dollar für ausländische Investments verantwortlich zeichneten – im Gegensatz zu 19 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007, das als Höhepunkt des vorangegangenen Immobilienzyklus angesehen werde.

Europäische Investoren hätten indes nicht an die Höhe der ausländischen Investitionen wie vor der globalen Finanzkrise anknüpfen können. 2007 platzierten sie 118 Milliarden US-Dollar im Ausland, welches 2009 auf ein Tief von 22 Milliarden US-Dollar zurückging, bevor sich das Volumen in 2015 (78 Milliarden US-Dollar) und 2016 (64 Milliarden US-Dollar) erholte.

Ähnlich haben laut Knight Frank Investoren aus Großbritannien weniger Kapital im Ausland allokiert: 2016 seien es 16 Milliarden US-Dollar gewesen, im Gegensatz zu einem Hoch in 2007 mit 61 Milliarden US-Dollar.

Kaufchancen in entwickelten Märkten

„Wir haben jetzt einen besseren Überblick über die weltweiten Immobilieninvestmentmärkte und die Vielfalt der Käufergruppen als jemals zuvor gewonnen”, sagt Andrew Sim, Global Head of Capital Markets von Knight Frank. “Allerdings wird das marktaktive Kapital vor dem Hintergrund, dass wir – wie wir es einschätzen – vor einer neuen Phase des Konjunkturzyklus stehen, voraussichtlich seine Ausrichtung und seine Schwerpunkte ändern. Investoren aus den Schwellenländern, die eine große Antriebskraft der weltweiten Aktivitäten bilden, werden aufgrund von Wechselkursschwankungen ihren Fokus auf die Heimatmärkte legen. Das führt dazu, dass sich in den entwickelten Märkten einheimischen Käufern größere Chancen bieten werden.“ (bk)

Foto: Shutterstock

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