7. August 2017, 14:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Königsweg für die Altersvorsorge”

Der Immobilienverband IVD fordert einen Immobiliengipfel im Bundeskanzleramt. Deutschland brauche insbesondere mehr bezahlbaren Mietwohnungsbau und bezahlbare Eigentumswohnungen. Mietfreies Wohnen sei die beste Form der Altersvorsorge.

Juergen Michael Schick Ivd in Königsweg für die Altersvorsorge

Michael Schick: “Wir brauchen fast 1,5 Millionen neue Wohnungen. Das ist nicht mit einer Politik der kleinen Schritte getan.”

“Wir fordern einen Immobiliengipfel im Kanzleramt. Wohnen muss Chefsache werden. Wir brauchen in Deutschland eine Eigentumsquote von 50 Prozent und 400.000 neue Wohnungen pro Jahr. Insbesondere mehr bezahlbare Eigentumswohnungen und mehr bezahlbaren Mietwohnungsbau“, sagt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick.

Ein Immobiliengipfel bedeute die Abkehr von einer reinen Mietenpolitik, wie sie in den vergangenen Jahren praktiziert wurde.  Im Mittelpunkt stehen müsse wieder die Eigentumsbildung, mietfreies Wohnen im Alter sei die beste Sicherung des Lebensstandards.

“Vermögensaufbau über die eigenen vier Wände muss auch für mittlere Einkommen und Familien mit Kindern möglich sein. Beiden Gruppen ist es bisher nicht möglich, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Dabei ist das der Königsweg für die Altersvorsorge”, ergänzt Schick.

Politik muss vom Bund koordiniert werden

Nach Angaben des IVD macht die Immobilienwirtschaft 18 Prozent der Wirtschaftsleistung in Deutschland aus, so viel wie die Automobilindustrie. Nach dem Dieselgipfel müsse die Bundeskanzlerin auch über Wohnungsbau-Politik diskutieren.

“Wir brauchen fast 1,5 Millionen neue Wohnungen. Das ist nicht mit einer Politik der kleinen Schritte getan. Das erfordert eine gesamtdeutsche Anstrengung, die auch vom Bund koordiniert werden muss. Mieterbund, Verbände und Institutionen der Immobilienwirtschaft, Entwickler sowie Bauträger gehören an einen Tisch”, sagt Schick.

Schick bemängelt vor allem die fehlende Einheitlichkeit der Gesetze: “Derzeit haben wir 16 Gesetze zur Grunderwerbsteuer, Hunderte Verordnungen, wo eine Wohnung überhaupt als Eigentum ver- und gekauft werden darf. So schafft man keine 50 Prozent Wohneigentumsquote. Eine höhere Quote ist aber dringend notwendig zur Altersvorsorge unserer Bevölkerung und Entspannung des Wohnungsmarktes.” (kl)

Foto: IVD

3 Kommentare

  1. Dazu ist Vater Staat weiterhin der größte Preistreiber !!

    Kommentar von TG — 8. August 2017 @ 11:11

  2. Eine selbstgenutzte Immobilie ist wahrlich eine der besten Altersvorsorgen. Wer mietfrei wohnt, hat die Rente zum Leben.

    Kommentar von Pflegeimmobilie — 7. August 2017 @ 19:39

  3. Diese Forderung wäre eigentlich der Königsweg im Rahmen der Altersvorsorge. Gerade wo die Mieten heutzutage einen großteil der Rente aufzehren. Aber dieses Thema kann man eigentlich schon wieder für den nächsten Wahlkampf vortragen.

    Kommentar von Eugen Klaholz — 7. August 2017 @ 17:59

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...