Anzeige
13. September 2017, 13:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Miete macht oft mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens aus

Rund 40 Prozent aller Haushalte in Deutschland müssen mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben, um ihre Bruttokaltmiete zu bezahlen. Eine Studie der Berliner Humboldt-Universität hat untersucht, in welchen Städten der Anteil am höchsten ist.

Haus-geld-berg-anstieg-preise-shutterstock 572835850 in Miete macht oft mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens aus

Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Mietbelastung bei 26,8 Prozent des Haushaltseinkommens.

In deutschen Großstädten leiden viele Menschen nach den Ergebnissen der Studie unter einer kaum noch tragbaren Belastung durch hohe Mieten.

Rund vier von zehn Haushalten in Deutschlands Großstädten müssten mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens allein für ihre Miete (bruttokalt) ausgeben, heißt es in der am Mittwoch in Düsseldorf vorgelegten Untersuchung.

Die Studie der Berliner Humboldt-Universität war von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gefördert worden.

Belastung gilt unter Experten als problematisch

Dabei gelte eine solche Mietbelastung unter Experten bereits als problematisch, so die Wissenschaftler. Insbesondere bei Menschen mit kleineren Einkommen bleibe dann nur noch relativ wenig Geld für die sonstige Lebensführung übrig.

Mehr als eine Million Haushalte in den Großstädten müssten sogar gut die Hälfte ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Für etwa 1,3 Millionen Großstadt-Haushalte in Deutschland liege das Resteinkommen damit nach Abzug der Miete sogar unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze.

In den 77 untersuchten Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern könne in 54 Kommunen angesichts eines Trends zu wachsenden Bevölkerungszahlen von einem “angespannten Wohnungsmarkt” ausgegangen werden, so die Forscher.

Bundesweiter Schnitt bei rund 27 Prozent

Ein großer Mangel herrsche insbesondere an kleineren Wohnungen. Im bundesweiten Durchschnitt liege die Mietbelastung bei 26,8 Prozent, bei einer Bruttokaltmiete von durchschnittlich 7,69 Euro pro Quadratmeter.

Zu den bundesweiten Spitzenreitern bei der Mietbelastung zählten etwa Bonn (30,3 Prozent), Neuss (30,1 Prozent) sowie Köln (29,3 Prozent) und Düsseldorf (29,2 Prozent).

Unter den zehn Städten mit der höchsten Quote an Mietbelastung fänden sich jedoch neben vergleichsweise wohlhabenden Metropolen und mittelgroßen Städten aber auch eher wirtschaftlich schwache Standorte wie Bremerhaven (29 Prozent) oder Offenbach (28,7 Prozent). (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

BGH-Urteil zu Maklerhonoraren

Lange war unklar, wann Makler ein Erfolgshonorar von ihren Kunden verlangen können. Nun hat der BGH entschieden.

mehr ...

Immobilien

Nachhaltiges Wohnen: In Deutschland kein Thema?

Nur 12 Prozent der Deutschen glauben, dass vom Bewohnen ihres Hauses oder ihrer Wohnung eine signifikante Umweltbelastung ausgeht. Das ist der zweitniedrigste Wert einer repräsentativen ING-Umfrage in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA.

mehr ...

Investmentfonds

3 Finanzmarkt-Szenarien für den Brexit

Die Brexit-Gespräche der vergangenen Wochen lassen vermuten, dass es eher unwahrscheinlich ist, wie geplant bis Ende Oktober zu einem Verhandlungsergebnis zu kommen. Eines der größten Probleme ist die Grenzfrage zwischen Irland und Nordirland. Es gibt drei Brexit-Szenarien mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Finanzmärkte.

mehr ...
23.10.2018

Brüssels Dilemma

Berater

Verkaufen nach Farben: Die Biostruktur-Analyse

Im Verkauf ist häufig von “grünen”, “roten” und “blauen” Kunden die Rede. Mit dieser sogenannten Biostruktur-Analyse lassen sich potentielle Abnehmer in drei grobe Kategorien einteilen. Die Vorteile dieses Systems erklärt der Vertriebstrainer und Gründer von OK-Training Oliver Kerner.

mehr ...

Sachwertanlagen

Agathon bringt Geier-Fonds für Biosgasanlagen

Die Agathon Kapitalverwaltung GmbH & Co. KG hat den Vertrieb ihres geschlossenen Spezial-AIF „Biopower Fonds 1“ gestartet. Er soll in bestehende Biosgasanlagen investieren und will dabei auch von den bisherigen Misserfolgen der Branche profitieren.

mehr ...

Recht

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...