Anzeige
8. September 2017, 08:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Miethöhe hängt vom Einzugsdatum ab

Wer schon mehrere Jahre in einer Großstadt wohnt und seitdem nicht umgezogen ist, zahlt im Schnitt mehrere Tausend Euro weniger Miete im Jahr als ein neu hingezogener Nachbar für eine ähnliche Wohnung. In welchen Städten die Unterschiede am größten sind.

Haus-anstieg-miete-geld-shutterstock 366578651-Kopie in Miethöhe hängt vom Einzugsdatum ab

Für vergleichbare Wohnungen zahlen Mieter in Großstädten unterschiedlich viel, je nachdem, wann sie eingezogen sind.

Mieter in Großstädten können vor allem dadurch sparen, dass sie nicht umziehen. Ein Mieter, der seit 2011 nicht mehr umgezogen ist, muss im Median aller Städte 2.000 Euro weniger Miete pro Jahr zahlen als jemand, der erst vor kurzem eine vergleichbare Wohnung bewohnt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Immowelt. Das Immobilienportal hat Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmetern untersucht.

Wo die Unterschiede am größten sind

Wie erwartet sei der Unterschied zwischen alten und neuen Mieten in München am höchsten. Eine Familienwohnung, die erst 2017 bezogen wurde, kostet laut Immowelt im Jahr 18.600 Euro Miete. Der Nachbar, der seit 2011 in einer vergleichbaren Wohnung lebt und keine Mieterhöhungen erlebt hat, müsse mit 12.960 Euro Jahresmiete 5.640  Euro weniger zahlen.

In Berlin liege die Differenz zwischen den Jahresmieten bei 4.680 Euro im Jahr, in Stuttgart bei 3.240 Euro und in Hamburg bei 3.000 Euro. Ausnahmen seien Essen und Dortmund. Dort sei der Unterschied mit 840 Euro und 1.080 Euro im Jahr vergleichsweise gering.

Bildschirmfoto-2017-09-07-um-18 48 56 in Miethöhe hängt vom Einzugsdatum ab

Quelle: Immowelt 2017

Diese Zahlen basieren auf der Annahme, dass der jeweilige Vermieter die Miete seit 2011 nicht mehr angehoben hat. Diese Annahme sei recht realistisch. Laut einer Umfrage von Immowelt erhöhen 15 Prozent der Vermieter die Miete gar nicht, 13 Prozent seltener als alle zehn Jahre und ein Viertel (26 Prozent) der Vermieter alle fünf bis zehn Jahre.

Unterschied-Mieten in Miethöhe hängt vom Einzugsdatum ab

Quelle: Immowelt 2017; eigene Darstellung

Doch auch wenn der Vermieter die Miete seit 2011 um fünf Prozent erhöht hat, würden alteingesessene Berliner Mieter immer noch 4.000 Euro pro Jahr weniger zahlen als ihre neuen Nachbarn. Auch nach Mieterhöhungen von 15 Prozent seien 13 von 14 untersuchen Städten immer noch günstiger für sesshafte Mieter. (kl)

Foto: Shutterstock

Mehr Beiträge zum Thema steigende Mieten:

Wahlkampf für Mieter enttäuschend

Sechs-Punkte Plan soll Wohnen und Bauen bezahlbar machen

Wohnungsmangel ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Vertrieb: Audiocalypse Now

“Wer versendet mindestens 50 Prozent seiner Nachrichten als Sprachnachrichten?” – Das war die Frage, die ich letzten Oktober Studenten stellte, als wir über Messenger in unserer Kultur redeten.

Gastbeitrag von Marko Petersohn, As im Ärmel

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Davos: Kritik am Weltwirtschaftsforum

Heute beginnt das 49. Weltwirtschaftsforum in Davos unter der Überschrift: “Globalisierung 4.0: Auf der Suche nach einer globalen Architektur im Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution”. Kritik gibt es nicht nur an Besuchern wie dem brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, sondern auch am Motto.

mehr ...

Berater

Rechtsstreit mit dem Versicherer: Gefährliche Vakanzphase

Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem privaten Krankenversicherer ist für den Versicherten nicht ohne Risiko. Für die Dauer des Prozesses ist sein Versicherungsschutz unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Christof Bernhardt

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...