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19. Oktober 2017, 11:30
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“Millionenstädte sind nur noch bedingt attraktiv”

Über das Wachstum der Immobilienpreise und die Chancen für Kapitalanleger in den Metropolen und an B-Standorten sprach Cash. mit Ulrich Gros, CFO der Immowelt Group.

Millionenstädte sind nur noch bedingt attraktiv

Ulrich Gros, CFO der Immowelt Group.

Cash.: Welche wichtigen Entwicklungen prägen derzeit den deutschen Markt für Wohnimmobilien?


Gros: In den Ballungsräumen ist die Situation auf dem Mietmarkt weiter angespannt. Vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen haben es schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Aber auch für Haushalte mit durchschnittlicher Kaufkraft wird es in und um Hotspots wie München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin zusehends schwieriger.

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach hochpreisigen Eigentumswohnungen in den Städten ungebrochen. Die Bautätigkeit konzentriert sich entsprechend auf dieses Segment.

Die Siegerstadt des Cash.-Rankings, in das auch Wirtschaftsdaten einfließen, ist Stuttgart. Wie bewerten Sie diesen Immobilienstandort und die Chancen für Anleger, die dort Wohneigentum erwerben?

Gros: Stuttgart ist ein hochinteressanter, aber auch ein herausfordernder Markt. In guten Lagen wetteifern die Kaufpreise mit Schwergewichten wie München oder Frankfurt, es gibt in den traditionellen Arbeitervierteln aber auch noch erschwingliches Wohneigentum.

Entsprechend gemischt sind die erzielbaren Renditen bei Vermietung. Mit durchschnittlich 3,7 Prozent locken zwar keine großen Profite, aber der traditionell enge Mietmarkt in der Landeshauptstadt minimiert das Leerstandsrisiko.

Die Zukunftsaussichten sind ebenfalls gut, was Stuttgart vor allem für sicherheitsbewusste Investoren interessant macht. Wie bei jedem Immobilieninvestment gilt auch in Stuttgart: Die genaue Lage der Immobilie beachten und mit realistischen Erwartungen in die Planung gehen.

Haben sich die starken Preissteigerungen der vergangenen Jahre speziell bei Eigentumswohnungen aus Ihrer Sicht in den vergangenen zwölf Monaten fortgesetzt?

Gros: Eindeutig ja. Neben den Metropolen Berlin, Hamburg, München und Köln steigen auch die Preise in den Speckgürteln und in kleineren Großstädten rapide.

Hier ist eine Ausweichbewegung zu beobachten: Die Menschen nehmen bedeutend längere Fahrtstrecken zur Arbeit in Kauf, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Seite zwei: “Traum vom Eigenheim schwer zu realisieren”

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