6. April 2017, 15:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Single-Apartment in München oder Einfamilienhaus in Chemnitz

242.000 Euro – sechs Jahresnettoeinkommen eines Durchschnittshaushalts – geben die Deutschen im Schnitt für die eigene Immobilie aus. Während sie damit in München 44 Quadratmeter finanzieren können, bekommen sie in den günstigeren Regionen ein ganzes Haus.

Haus-klein-gro -wachsen-mini-wiese-natur-shutterstock 561890191 in Single-Apartment in München oder Einfamilienhaus in Chemnitz

Single-Apartment oder Einfamilienhaus: Eine Studie im Auftrag der Sparda Banken gibt Aufschluss darüber, wie viel Quadratmeter Immobilienkäufer für einen fixen Kaufpreis bekommen.

Im Schnitt geben die Bundesbürger 242.000 Euro aus, wenn sie in Deutschland eine Immobilie kaufen. Für diesen Preis gibt es in einigen Großstädte nur ein kleines Appartement. Wer großzügiger leben will, muss pendeln.

Immobilienkäufer müssen sich in besonders beliebten Regionen entweder auf höhere Preise oder weniger Wohnraum einstellen. Genaue Daten hierzu bietet eine neue Studie, die die IW Consult zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach für den Verband der Sparda-Banken erstellt hat.

Apartment oder Einfamilienhaus

Für 242.000 Euro seien im Mittel 126 Quadratmeter Wohnfläche zu haben. Das regionale Gefälle ist jedoch enorm: in München bekomme man dafür lediglich eine 44-Quadratmeter-Wohnung, im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt fast 300 Quadratmeter.

Die anderen besonders günstigen Landkreise liegen nach Angaben von IW Consult ebenfalls in Ostdeutschland. Von den mittelgroßen Städten biete Chemnitz die niedrigsten Immobilienpreise, aber auch im Ruhrgebiet bekomme man für eine fixe Summe vergleichsweise viel Wohnraum.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Iwd-online Immobilienpreise in Single-Apartment in München oder Einfamilienhaus in Chemnitz

Besonders in den Großstädten liegen die Quadratmeterpreise jedoch wesentlich höher. Wer allerdings bereit ist, bis zu 30 Kilometer zum Arbeitsplatz zu pendeln, der werde im Umkreis der Metropolen durchaus bezahlbare Wohnungen oder Häuser finden.

Mehr Wohnraum für Pendler

Im 15-Kilometer-Abstand von der Berliner Innenstadt gibt es laut den Studienergebnissen für 242.000 Euro immerhin 90 Quadratmeter große Wohnungen. Auch Hamburg und Frankfurt würden 90 Quadratmeter Wohnfläche zum bundesweiten Durchschnittspreis bieten, in Lagen, die nur rund 18 beziehungsweise 12 Kilometer vom Zentrum entfernt sind.

Grundsätzlich hätten zwei Drittel der im Rahmen der Studie befragten Bundesbürger angegeben, dass sich der Kauf einer Immobilie lohnt. Zwar würden derzeit nach eigenen Angaben nur 46 Prozent der Deutschen in einem Eigenheim leben. Doch jeder vierte Mieter unter 50 Jahren plane, eine Immobilie zu erwerben. Von den 31- bis 40-Jährigen wolle sogar gut jeder Dritte ein Haus- oder eine Wohnung kaufen. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Über ein Drittel kann die Garantieverpflichtungen nicht erfüllen

Bei 30 von 84 Lebensversicherern reichen die 2018 (2017: 39) erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Diese Unternehmen müssen dafür Erträge aus Risiko und Verwaltung in die Rechnung einbeziehen. Das zeigt die Policen Direkt-Analyse der aktuell veröffentlichten Zahlen zur Mindestzuführungsverordnung.

mehr ...

Immobilien

Betriebskostenabrechnung: 5 Tipps für Vermieter

Heizung, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, Versicherungen, Gebäudereinigung, Verwaltungskosten, Leerstand und mehr: Was ist umlagefähig, was nicht? Vor dieser Frage stehen Eigentümer von Mietimmobilien spätestens dann, wenn sie die jährliche Betriebskostenabrechnung erstellen und bestimmte Mindestanforderungen beachten müssen. Gerade Vermieter von kleineren Immobilien, die diese selbst verwalten, werden dabei vor einige Herausforderungen gestellt. Der Full-Service Immobiliendienstleister McMakler fasst daher zusammen, was zu einer rechtssicheren und ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnung gehört.

mehr ...

Investmentfonds

Deutschland auf einem guten Weg zum “Krypto-Heaven”

Die Beschlussempfehlung des Finanzausschusses nach der gestrigen Sitzung schafft Klarheit zu einigen Fragen, die seit Veröffentlichung der Referenten- und Regierungsentwürfe diskutiert worden waren. Der Finanzausschuss spricht sich für eine Streichung des viel diskutierten „Trennungsgebots“ aus, wonach das Kryptoverwahrgeschäft und andere regulierte Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen nicht aus der gleichen rechtlichen Einheit heraus angeboten werden könnten.

mehr ...

Berater

Was Frauen gegen Altersarmut tun können

Nadine Kostka von der Finanzberatung Sommese gibt zehn Tipps für Frauen, um gezielt gegen Altersarmut vorzubeugen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marvest startet drittes Crowdinvesting-Projekt

Die auf den maritimen Sektor spezialisierte Online-Plattform Marvest hat ihr drittes Projekt für Investoren veröffentlicht. Die Anleger können über eine “Schwarmfinanzierung” in ein Darlehen für einen Mehrzweckfrachter investieren. 

mehr ...

Recht

Blitzer-Urteil: Messungen von privaten Dienstleistern sind rechtswidrig

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat in einer Grundsatzentscheidung bestätigt, dass Verkehrsüberwachungen durch private Dienstleister gesetzeswidrig sind und auf einer solchen Grundlage keine Bußgeldbescheide erlassen werden dürfen (Beschluss vom 6.11.2019, Az. 2 Ss-OWi 942/19).

mehr ...