Wohnungsbau: „Verminderter Mehrwertsteuersatz darf kein Tabu-Thema sein“

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen werden auch die Immobilienwirtschaft stark beeinflussen. In einem aktuellen Interview blickt Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) auf die kommende Legislaturperiode.

Zwei Arbeiter sind auf einer Baustelle mit dem Aufbau eines Ger¸stes besch‰ftigt. Foto: Roland Holschneider/Archiv
Laut Ibel tut die Politik noch zu wenig um bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen.

Zwar seien die aktuellen Zwischenergebnisse der Sondierungen zu Finanzen, Haushalt und Steuern vielversprechend für die Immobilienwirtschaft, jedoch seien diese noch nicht gleichbedeutend mit Steuerbescheiden oder -gesetzen.

Das werde umso klarer aus der Erfahrung der vergangenen Legislaturperiode, in der von vielen Absichtserklärungen, beispielsweise zur steuerlichen Förderung von Mietwohnungsbau und Gebäudesanierung, keine erfolgreich zu Ende geführt wurde.

Bezahlbarer Wohnraum als gesellschaftliche Aufgabe

Da drei von sieben steuerlichen Fördermaßnahmen der ersten Arbeitsgruppe direkt die Immobilienbranche beträfen, bestehe Hoffnung dass der Ernst der Lage erkannt werde. Jedoch sei dies allein noch nicht ausreichend.

Laut Ibel muss nicht nur an Rahmenbedingungen, sondern auch am Investitionsklima gearbeitet werden, da der Immobilienmarkt derzeit Austragungsort zahlreicher, sozialer Konflikte ist.

„Investor gegen Nutzer, Mieter gegen Vermieter, Besserverdiener gegen junge Familie, Sozialhilfeempfänger gegen anerkannten Flüchtling. Die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier dürfen nicht einzelne Akteure gegen andere ausgespielt werden.“

Seite zwei: Grunderwerbsteuer muss reduziert werden

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