Anzeige
15. März 2018, 09:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büroimmobilien: Mehr Dynamik an den A-Standorten

Die Corpus-Sireo-Studie “Regionaler Büromarktindex” unterstreicht die ungebrochen positive Mietentwicklung an den deutschen Büromärkten. Im 2. Halbjahr 2017 zeigten sich die A-Städte jedoch dynamischer als die B-Städte.

Frankfurt in Büroimmobilien: Mehr Dynamik an den A-Standorten

Frankfurt hatte im Segment Büro in den letzten sechs Monaten 2017 den größten Wachstumsschub.

An den 19 untersuchten B-Standorten lagen die durchschnittlichen Angebotsmieten zum Jahresende 2017 bei 8,87 Euro pro Quadratmeter – ein Zuwachs gegenüber der Jahresmitte von 1,6 Prozent. In den Top-7-Metropolen stiegen die Angebotsmieten in diesem Zeitraum um 3,8 Prozent auf 14,51 Euro pro Quadratmeter.

Altbauten trieben die Mietentwicklung in den B-Standorten

Das Mietwachstum in den B-Städten fiel in der zweiten Jahreshälfte 2017 etwas geringer aus (1,6  Prozent) als in den ersten beiden Quartalen (1,9 Prozent). Einen überdurchschnittlichen Anstieg der Mieten war bei Altbauten zu registrieren, deren mittlere Angebotsmiete um 4,9 Prozent auf 8,64 Euro pro Quadratmeter im vierten Quartal 2017 angezogen hat. Flächen im gehobenen und im Top-Segment legten dabei stärker zu als preisgünstige Altbauten. Preissensible Nachfrager profitierten davon, dass die Einstiegsmiete im Vergleich zur Jahresmitte 2017 unverändert bei 5,00 Euro pro Quadratmeter verharrte. Büronutzer, die hochwertige Flächen in Innenstadtlagen suchten, mussten Ende des Jahres mit 11 Euro pro Quadratmeter knapp 6 Prozent mehr zahlen als sechs Monate zuvor.

Starkes Mietwachstum in den norddeutschen Märkten

In den norddeutschen Landeshauptstädten haben die Angebotsmieten im zweiten Halbjahr 2017 deutlich angezogen. Der Büromarkt Kiel war mit einem Plus von 7,3 Prozent Spitzenreiter unter den 19 analysierten B-Standorten und erreichte im vierten Quartal eine durchschnittliche Angebotsmiete von 9,25 Euro pro Quadratmeter – einige Neubauten in der Innenstadt trieben insbesondere die Mieten im gehobenen Segment kräftig an. Ebenfalls deutlich zulegen konnten die Mieten in Hannover (plus 4,8 Prozent auf 9,25 Euro) und Bremen (plus 3,4 Prozent auf 8,59 Euro).

Differenzierte Entwicklungen in Süddeutschland

Deutliche Unterschiede zeigte in der zweiten Jahreshälfte 2017 die Mietentwicklung in den süddeutschen B-Standorten: Während die durchschnittliche Angebotsmiete in Karlsruhe und in Regensburg diesem Zeitraum mit 2,8 bzw. 3,2 Prozent, wie im ersten Halbjahr 2017, erneut spürbar zulegen konnte, stagnierte die Mietentwicklung in Freiburg (0,8 Prozent) ebenso wie in Augsburg (0,5 Prozent). Einen kräftigen Dämpfer erfuhr hingegen die Angebotsmiete in Nürnberg, wo sich der Durchschnittswert um 3,3 Prozent auf 8,84 Euro pro Quadratmeter reduzierte.
Hervorzuheben ist, dass Freiburg zum Jahresende 2017 mit 11,99 Euro pro Quadratmetern, mit deutlichem Abstand vor Bonn (10,75 Euro), der B-Standort mit der höchsten durchschnittlichen Angebotsmiete geblieben ist.

A-Standorte mit starker zweiter Jahreshälfte, vor allem Frankfurt

In den A-Standorten sind die durchschnittlichen Angebotsmieten im zweiten Halbjahr 2017 doppelt zu stark gestiegen wie in den B-Standorten: 3,8 Prozent. Auf das Gesamtjahr gesehen steht für die Top-Märkte ein Wachstum von sechs Prozent. Das Mietwachstum fand in allen Preissegmenten statt, jedoch hat ein überdurchschnittlicher Anstieg im gehobenen und im Top-Segment das Mietniveau maßgeblich nach oben getrieben. Der Büromarkt Frankfurt erreichte in der zweiten Jahreshälfte 2017 mit einem Plus von 8,3 Prozent das stärkste Wachstum unter den Top 7 auf ein Niveau von 16,73 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Berlin mit einem Anstieg um 5,3 Prozent auf 14,50 Euro und München mit 5,0 Prozent auf 17,64 Euro. Demgegenüber standen die Angebotsmieten in Stuttgart mit minus 1,3 Prozent (auf 12,03 Euro) und Düsseldorf mit minus 0,9 Prozent (auf 12,08 Euro) leicht unter Druck. (fm)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeder zweite Versicherer Opfer von Cyber-Kriminalität

Die Fälle von Cybercrime in der Versicherungsbranche häufen sich. Mehr als jeder zweite Versicherer (53 Prozent) war in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Opfer von Cybercrime.

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Preise entwickeln sich extrem unterschiedlich

Im vergangenen Jahr haben sich die Wohneigentumspreise in Deutschland überaus heterogen und weitestgehend verhaltener als im Vorjahr entwickelt. Das vermeldet aktuell der Immobilienverband IVD.

mehr ...

Investmentfonds

Raum für eine staatliche Kryptowährung?

Schweden plant, im nächsten und übernächsten Jahr die e-krona einzuführen. Darüber, ob man eine von der Zentralbank initiierte Kryptowährung braucht, sprachen Kerstin af Jochnick von der schwedischen Zentralbank und Professor Sandner von der Frankfurt School of Finance. Die ersten Eindrücke vom Faros Institutional Investors Forum.

mehr ...

Berater

Mitarbeiterpotenzial voll ausschöpfen

Unternehmen bleiben profitabel, solange sie ein erfolgreiches Vertriebsmanagement mit engagierten Mitarbeitern besitzen. Schätzungen zufolge geben Firmen daher pro Jahr 1.000 Euro pro Arbeitnehmer im Rahmen von Schulungsmaßnahmen aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Et hätt noch immer jot jejange: Wirtschaft unvorbereitet auf Brexit

Laut Theresa May ist der Gordische Knoten bei den Brexit-Verhandlungen durchschlagen. Ob der Kompromiss das britische Parlament passiert, darf bezweifelt werden, bringen sich doch Mays Gegner bereits in Position.

mehr ...