Ferienimmobilien: Zwei Drittel der Käufer setzen auf Deutschland

Die Nachfrage nach Ferienimmobilien ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nach einer aktuellen Studie des Ferienhausportals Fewo-direkt in Zusammenarbeit mit Engel & Völkers entscheiden sich zwei Drittel der Käufer für ein Objekt in Deutschland. Im Schnitt werde durch Vermietung eine Bruttorendite von sechs Prozent erzielt.

Reetdachhaus in Kampen auf Sylt: Destinationen an Nord- und Ostsee gehören zu den beliebtesten Standorten für Ferienimmobilien.

Seit dem Jahr 2015 investieren Käufer verstärkt in ein eigenes Urlaubsdomizil, und das insbesondere im eigenen Land, so die „Marktstudie private Ferienimmobilien 2018“ von Fewo-direkt und Engel & Völkers.

Fast jeder Drittel der knapp 2.500 für die Studie befragten Eigentümer von Ferienimmobilien erwarben ihr Urlaubshäuschen oder -apartment in den vergangenen drei Jahren und das zu einem Durchschnittspreis von 233.000 Euro. 64 Prozent dieser Käufer entschieden sich für eine Ferienimmobilie innerhalb Deutschlands und zahlten im Schnitt 209.500 Euro. Nur ein Drittel kaufte im europäischen Ausland oder in Übersee (durchschnittlicher Kaufpreis: 276.400 Euro).

Vor knapp einem Jahrzehnt setzte die Hälfte der Befragten dagegen nach Angaben von Fewo-direkt noch auf den ausländischen Ferienhausmarkt bei einem günstigeren durchschnittlichen Kaufpreis von 220.000 Euro pro Feriendomizil.

Die erhobenen Daten von Fewo-direkt und Engel & Völkers zeigen, dass vor allem die Nachfrage nach italienischen, spanischen und griechischen Ferienimmobilien in den Jahren 2013 und 2014 zurückging. Seit 2016 erfreuten sich diese aber wieder eines gestiegenen Kaufinteresses. Auch in den beiden Alpenanrainern Österreich und Schweiz wurde nach 2014 zunehmend weniger investiert, die Schweiz erholte sich jedoch seit 2016 leicht.

Lage ist wichtigstes Kritierium

„Deutschland wird als Investitionsstandort von deutschen Käufern seit Jahren klar bevorzugt“, sagt Aye Helsig, Regional Director Central Europe Fewo-direkt. „Zum einen ist eine Ferienimmobilie in Deutschland für sie natürlich besser erreichbar, zum anderen sind für die Käufer im eigenen Land die spezifischen Vorschriften und Vorgänge, die es bei einem Erwerb zu beachten gilt, besser bekannt und bei den Kaufverhandlungen fallen etwaige Sprachbarrieren weg. Wir sehen aber auch, dass die Eigentümer im Laufe der Zeit immer preissensibler geworden sind. Daher sprechen die im Durchschnitt günstigen Preise in Deutschland ebenfalls für einen Kauf hierzulande.“

Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG, ergänzt: „Beim Kauf einer Ferienimmobilie sollten Interessenten drei wesentliche Kriterien beachten: eine erstklassige Lage mit guter Infrastruktur, eine hochwertige Ausstattung sowie eine stabile Urlaubernachfrage in der Region. Eine Top-Lage ist deshalb so wichtig, weil sie ausschlaggebend für eine erfolgreiche Vermietung ist und sich darüber hinaus positiv auf den Wiederverkaufswert des Objekts auswirkt.“

Gute Vermietungsquoten für deutsche Ferienimmobilien, höherer Mietumsatz im Ausland

Wer sich eine Ferienimmobilie im Inland zulegt, für den ist der Analyse zufolge das Vermietungspotenzial im Vergleich wichtiger (40 Prozent) als Eigentümern von Auslandsimmobilien (35 Prozent).

Seite 2: Jährliche Mieteinnahmen von 13.900 Euro

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