19. Juli 2017, 15:43
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Ferienimmobilien im Ausland: So klappt die Finanzierung

Viele Bundesbürger würden sich gern eine Ferienimmobilie im Ausland zulegen. Damit die Finanzierung klappt, sollten allerdings wichtige Kriterien beachtet werden. Das Portal Baufi24 nennt Vor- und Nachteile einer Kreditaufnahme im Inland und Ausland.

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Die Finanzierung eines Urlaubsdomizils im Ausland sollte gut durchkalkuliert werden.

Manch ein Urlauber findet so sehr Gefallen an seinem Ferienland, dass er beschließt, sich dort eine Immobilie zu kaufen. Bereits etwa 500.000 Deutsche sind diesen Schritt gegangen.

Die meisten davon zog es nach Spanien, Italien, Frankreich oder Österreich. Nun stellt sich für viele die Frage, wie sie eine Immobilie im Ausland am besten finanzieren.

Finanzierung über deutsche Banken möglich

„Nicht immer müssen Käufer ausländische Kreditgeber ins Boot holen, ebenso denkbar ist eine Finanzierung über eine deutsche Bank. Allerdings müssen Bauherren oder Käufer beachten, dass häufig das eigene Haus oder die Wohnung dabei als Sicherheit eingesetzt werden“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.

Interessierte sollten also idealerweise bereits über eine Immobilie in Deutschland verfügen, die schuldenfrei sein sollte. Für die Finanzierung werde eine Hypothek auf das Haus oder die Wohnung aufgenommen.

Der Vorteil für den Kunden: Er brauche sich nicht mehr mit den Gepflogenheiten einer Auslandsfinanzierung zu beschäftigen. Das spare Geld für Notare, Gerichte oder das Wertgutachten für das Ferienhaus.

„Allerdings sind die Konditionen für die Finanzierung der Zweitimmobilie im Ausland meist weniger attraktiv als für eine deutsche Wohnsitz-Immobilie”, so Scharfenorth weiter. Ausländische Objekte würden durch heimische Institute in der Regel nicht so hoch beliehen, wie das bei Immobilien auf deutschem Boden der Fall wäre.

So liege die Beleihungsgrenze von Auslandsimmobilien bei maximal 70 Prozent des Kaufpreises, in Deutschland seien dagegen bis zu 100 Prozent und mehr möglich.

Kreditaufnahme im Ausland ist unsicherer

Wer keine Immobilie in Deutschland besitzt, müsse den Weg über eine Finanzierung im Ausland gehen. Dies sei für den Kauf einer Immobilie allerdings häufig erheblich teurer.

Die Darlehenszinsen liegen zum Teil deutlich über dem Niveau in Deutschland und auch die Nebenkosten sind höher, so Baufi24. Wer sein Traumhaus außerhalb des Euro-Raums gefunden hat, trage zudem das Fremdwährungsrisiko, denn das aufgenommene Darlehen unterliege Währungsschwankungen.

Das könne die Finanzierung einerseits stark verteuern, im günstigsten Fall aber auch dazu führen, eine Immobilie zum Schnäppchenpreis zu finanzieren. Gegen einer Verteuerung gebe es Absicherungen, die die Finanzierungskosten aber auch weiter erhöhen würden. „Generell gilt, wie bei jeder Baufinanzierung im Inland, das Vorhaben gut durchzurechnen und zu planen“, so Scharfenorth abschließend. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Besonders sollte aber auch auf technische Zustände geachtet werden. Gerade in Südeuropa (Spanien, Portugal, Italien) ist es für den Bauträger sinnvoller die Firma in die Pleite gehen zu lassen (und eine neue aufzumachen) als z.B. größere Mängel zu beseitigen. Ausserdem sollte eine lokale Rechtschutzversicherung mit abgeschlossen werden … viele deutsche RS-Versicherer decken Probleme im Ausland nicht ab (Vertragsprobleme mit Banken, Bauträgern etc.)

    Kommentar von Bernd Weber — 19. Juli 2017 @ 16:54

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