Gewerbeimmobilien: Kapital sucht Produkte, Nutzer suchen Flächen

Trotz politischer Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheiten behauptet sich der gewerbliche Immobilienmarkt weltweit weiterhin gut. Und auch Deutschland hat dazu einen beachtlichen Beitrag geleistet, sagt Timo Tschammler von Jones Lang LaSalle (JLL) Germany.

Timo Tschammler: „Mit voraussichtlich 60 Milliarden Euro hat Deutschland einen Allzeit-Rekord beim Transaktionsvolumen aufgestellt.“

In den ersten drei Quartalen 2018 beläuft sich das globale gewerbliche Transaktionsvolumen laut JLL auf insgesamt 507 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass im vierten Quartal des zu Ende gehenden Jahres nicht noch zahlreiche große Investmentabschlüsse realisiert werden“, prognostiziert Hela Hinrichs, JLL EMEA Research.

Für das Gesamtjahr 2018 erwartet JLL insofern ein Transaktionsvolumen von 730 Milliarden US-Dollar, entsprechend einem Plus von drei Prozent gegenüber 2017 sowie einem Plus von acht Prozent im Fünf-Jahresvergleich.

Negative Vorzeichen in Europa

Gepusht werden die Transaktionsvolumina von den Aktivitäten in den USA und Asien-Pazifik, jeweils mit Steigerungsraten von bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Andere Vorzeichen dagegen in Europa, wo trotz solider Wirtschaftsdaten die historisch niedrigen Nettoanfangsrenditen und der Mangel an „guten“ Investmentproduktion zu einer Abschwächung der Transaktionsaktivitäten um bis zu minus zehn Prozent führen können.

Seite zwei: „Investoren werden vorsichtiger“

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