7. Dezember 2018, 12:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büromärkte: Nur eine Europa-Metropole unter den Top Ten

Die Kosten für Büroflächen im Premiumsegment haben ihren Aufwärtstrend weltweit fortgesetzt. Zwar steigen Angebot und Auswahl an erstklassigen Büroflächen, der Bedarf kann dennoch noch immer nicht gedeckt werden. In einigen Märkten bewegen sich die Leerstandsquoten im niedrigen einstelligen Bereich, so zum Beispiel im CBD von Tokio bei 1,5 Prozent, in Deutschlands Hauptstadt Berlin bei 2,7 Prozent oder in Peking bei 3,2 Prozent.

Hongkong-750-shutt 111796316 in Büromärkte: Nur eine Europa-Metropole unter den Top Ten

Hongkong toppt in Sachen Büromieten weltweit alles.

Für 2019 geht JLL bei weiter wachsendem Flächenangebot von einer Verlangsamung des Mietwachstums aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die neueste Ausgabe des „Global Premium Office Rent Tracker“ von JLL, der Nutzungskosten von Büroimmobilien im Premiumsegment in 61 Städten und insgesamt 72 Teilmärkten weltweit untersucht (siehe Grafik).

Sechs der zehn teuersten Bürostandorte weltweit befinden sich in Asien…

Der weltweit teuerste Büromarkt bleibt Hongkong. Die Preise im Teilmarkt Central notieren mit 3.635 US-Dollar pro Quadratmeter rund 60 Prozent höher als der teuerste Teilmarkt des Zweitplatzierten, New York – Midtown, mit 2.282 US-Dollar pro Jahr.

Der Grund für die hohen Kosten in Hongkong liegt in der starken Nutzernachfrage von Firmen vom chinesischen Festland in Verbindung mit dem stark eingeschränkten Flächenangebot. Profitieren können davon günstigere dezentrale Bürostandorte wie Hongkong East und Kowloon East, wo die Differenz immerhin 64 bis 76 Prozent ausmacht.
Neben Hongkong sind auch drei weitere chinesische Teilmärkte (Peking – Finance Street, Shenzhen – Futian und Peking CBD) in den Top Ten, zu denen auch Tokyo – Marunouchi und Neu Delhi – Connaught Place gehören.

Image003-Kopie in Büromärkte: Nur eine Europa-Metropole unter den Top Ten

…nur eine europäische Stadt unter den Top Ten

London platziert sich mit dem West End auf Position 3 (2.099 US-Dollar je Quadratmeter. Mit dem Teilmarkt City kann die britische Metropole immerhin noch Platz 18 belegen, hier sind die Gesamt-Bürokosten deutlich günstiger, immerhin bis zu 50 Prozent.

Erst auf den Rängen 30, 38 und 46 findet man drei deutsche Städte: München, hinter Stockholm (als erste kontinentaleuropäische Stadt in der Rangordnung), mit insgesamt 913 US-Dollar, Frankfurt mit 812 US-Dollar und Berlin mit 631 US-Dollar. “Im internationalen Vergleich sind die deutschen Städte immer noch günstig und dies bei qualitativ absolut gleichwertigen Angeboten”, so Hela Hinrichs, JLL EMEA Research.

Banken und Finanzdienstleister sind einmal mehr die Hauptantreiber der Nachfrage nach Premiumflächen. In über der Hälfte der Märkte im Premium Office Rent Tracker, insbesondere in den teuersten Märkten, ist der Sektor führend. Das trifft auch auf die Technologiezentren wie New York, Silicon Valley, San Francisco, London, Peking und Shenzhen zu. In den vergleichsweise günstigeren Märkten nehmen Anwaltskanzleien und Rechtsberater, unternehmensbezogene Dienstleistungen und der IT-Sektor eine wichtige Rolle bei der Nachfrage ein. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Deutlicher Rückgang der Fallzahlen beim Kfz-Diebstahl

Das Bundeslagebild “Kfz-Kriminalität 2018” zeigt einen deutlichen Rückgang der Zahl dauerhaft gestohlener Kraftfahrzeuge (Kfz) in Deutschland. Insgesamt 16.613 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Berichtsjahr 2018 entwendet. Wie sich der Trend entwickelt.

mehr ...

Immobilien

Abwarten und Geld parken

Wirtschaftspolitische Spannungen wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein immer wahrscheinlicher werdender No-Deal-Brexit und Rezessionsängste schüren bei Anlegern Unsicherheit. Was tun mit dem Geld? Ein Kommentar von Volker Wohlfarth, Geschäftsführer bei der Crowdinvestment-Plattform zinsbaustein.de.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

“Dann ist es vorbei”: Finnland setzt Johnson Frist beim Brexit

Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Antti Rinne hat dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Frist bis zum Monatsende gesetzt, um Änderungswünsche am Brexit-Abkommen einzureichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...