Grundsteuer: IVD warnt vor Aufhebung der Umlagefähigkeit

Verschiedenen Medienberichten zufolge denken die SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Bund und Ländern über eine Streichung der Umlagefähigkeit der Grundsteuer nach. Vor diesem Vorhaben warnt der Immobilienverband IVD ausdrücklich.

Auch die dem Vorstoß zu Grunde liegende wertbasierte Form der Grundsteuer wird vom IVD abgelehnt.

„Eine Abschaffung der Umlagefähigkeit der Grundsteuer würde die Rentabilität vieler Immobilieninvestitionen in Frage stellen“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD.

Die Folge wären geringere Investitionen in energetische Modernisierungen und den Neubau. Darunter würden letztendlich die Mieter und Wohnungssuchenden leiden.

Belastung könnte erheblich steigen

Schick erklärt weiter: „Ohne Umlagefähigkeit müssten Vermieter die Grundsteuer aus der Nettomiete bestreiten. Eine ausgleichende Anhebung der Mieten wäre nur bei Neuvermietungen möglich.“

Dieser Weg sei jedoch aufgrund der Mietpreisbremse in vielen Gebieten nicht gangbar. Außerdem ist ihm zufolge zu befürchten, dass die Belastung durch die Grundsteuer erheblich steigen wird.

„Denn wenn die Gemeinden auf die Mieter keine Rücksicht mehr nehmen müssen, können sie ihre Hebesätze ohne Hemmungen erhöhen. Ähnliches erleben wir seit 2006 bei der Grunderwerbsteuer.“

Seite zwei: Zeitpunkt der Diskussion kein Zufall

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